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An der Pflege soll es nicht scheitern; Greenkeeper Daniel Chamrad kümmert sich um das Grün.
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An der Pflege soll es nicht scheitern; Greenkeeper Daniel Chamrad kümmert sich um das Grün.

Bad Homburg

Traum von Klein-Wimbledon in Bad Homburg

  • VonJürgen Streicher
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Im Kurpark dürfen 600 Zuschauer und Zuschauerinnen die Matches der „Bad Homburg Open“ besuchen. Los geht es am 20. Juni.

Der Kurdirektor freut sich über das „positive Signal“, frohlockt ob der wenigstens ein paar hundert Gäste, die nun mit amtlicher Genehmigung in den Kurpark kommen dürfen. Gäste aus der Fremde, national und international, die an ihren Heimatorten vom wunderbaren Park und der Atmosphäre in seinem Umfeld schwärmen werden. Werbewirksam im Sinne der Stadt soll das Damentennis-Turnier „Bad Homburg Open“ natürlich sein, mal abgesehen von der Aufnahme in den illustren Kreis der Orte, die ein „WTA-250-Event“ veranstalten dürfen.

Rasentennis-Tradition

Das Turnier

Bei den „Bad Homburg Open“ spielen 32 Spielerinnen im Einzel und 16 Paare im Doppel um exakt 235 238 US-Dollar Preisgeld.

Karteninhaberinnen und -inhaber aus dem vorigen Jahr haben am Dienstag, 8. Juni, die Chance, sich gratis einzubuchen. Die Vergabe erfolgt nach dem Prinzip „First come, first serve“. Start ist um 12 Uhr unter badhomburg-open.reservix.de

Weitere Optionen : Tickets für die Bad Homburg Open 2022 aufheben oder Kaufpreis-Rückerstattung; Infos unter www.badhomburg-open.de.

Im Fernsehen ist das Turnier beim Sportsender DAZN zu sehen. Weitere Live-Übertragen bieten Eurosport und der HR, das Endspiel wird vom HR gezeigt. jüs

Die Veranstalter sind wild entschlossen, den Traum von Klein-Wimbledon in diesem Sommer zu verwirklichen. Kein zweites Mal soll die Weltelite von der Corona-Pandemie ausgebremst werden, nachdem die für das vergangene Jahr geplante Premiere am historischen Ort abgesagt werden musste. Vom 20. bis 26. Juni darf die alte Tradition des Rasentennis in der Kurstadt wieder aufleben und sich zumindest ein Teil der Weltelite beim Wimbledon-Vorturnier auf den Höhepunkt der Rasensaison in London einspielen. Am Wochenende wurde die frohe Botschaft verkündet: Das vorgelegte Hygiene- und Testkonzept ermöglicht den Einlass von täglich 600 Tennisfans auf der Anlage des TC Bad Homburg. Die Spielerinnen und ihr Tross an Begleitpersonal sollen in einer „Bubble“ im Turnierhotel Steigenberger residieren, um jegliche Kontakte „nach draußen“ zu vermeiden, Zuschauer und Zuschauerinnen müssen negativen Test, kompletten Impfschutz oder einen „Genesenennachweis“ vorlegen.

Geblieben ist aus dem verschobenen Premierenjahr das Motto, es wurde umgehend im Logo korrigiert. „Bad Homburg Open – Since 2021“ steht unter den gekreuzten Rackets, und „Tennis is coming home“. Schließlich ergötzte man sich im Kurpark schon 1876, ein Jahr vor den Gleichgesinnten in England, am gepflegten Rückschlagspiel auf gepflegtem Rasen. Spricht man im Londoner Vorort Wimbledon vom „Heiligen Rasen“, kann die jüngere Schwester im Taunus von gesegnetem Rasen sprechen. Aus der Eröffnung des Centre-Courts ohne Turnier im Juli vergangenen Jahres wurde tatsächliche eine Einweihung, zwei Pfarrer segneten das grüne Geläuf; auch dies eine Premiere im Tennissport.

Mit dabei damals Turnierbotschafterin Angelique Kerber, die Wimbledon-Siegerin von 2018, die ein Rasenband durchschneiden durfte und auch jetzt wieder Frontfrau der Werbung ist, zusammen mit der zweimaligen Königin von Wimbledon, Petra Kvitova, und mit Andrea Petkovic. Mitte der Woche wollen die Veranstalter das komplette Teilnahmefeld vorstellen, darunter könnte auch eine aufstrebende Lokalmatadorin sein. Gespielt wird um rund 235 000 Dollar Preisgeld, die Rechte als Eigentümer am Turnier hat der „All England Lawn Tennis and Croquet Club“ Wimbledon. Gespielt wird in Bad Homburg schließlich auf einem Rasen, der aus original Wimbledon-Grassamen gewachsen ist.

Hautnah dran im „Park-Village“, in dem sich alles um Sport, Genuss und Stil drehen soll, werden zum Leidwesen des Kurdirektors nur die Gäste im abgetrennten Turnierbereich sein. Freies Flanieren rund um die Plätze, wie auch in Wimbledon üblich, wird nicht möglich sein. Die Veranstalter müssen ihr geplantes üppiges Rahmenprogramm einschränken.

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