ht-tempel_301020
+
Das Teehaus aus dem 19. Jahrhundert wurde einer Pagode nachempfunden.

Bad Homburg

Teehaus original

  • Kerstin Klamroth
    vonKerstin Klamroth
    schließen

Das einer Pagode nachempfundene Gebäude im Schlosspark wurde restauriert. Nun hat es wieder Wänder und Fenster. Eine Ausstellung über Obstkultur findet dort Platz.

Das Teehaus im Schlosspark sieht jetzt wieder so aus, wie in den ältesten erhaltenen Ansich ten der 1870er Jahre überliefert. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, erhielt die offene Konstruktion aus dem Jahr 1952 gemäß dem historischen Vorbild Wände, Eingangstür und Fenster. Das marode Dach wurde neu aufgerichtet. Im Inneren des Teehauses wird künftig die Ausstellung „Obstkultur“, passend zum benachbarten Herrschaftlichen Obstgarten, einen Einblick in die Welt historischer sowie heute gängiger Apfel- und Birnensorten geben.

„Jetzt haben wir ein echtes Kleinod unseres Schlossparks wieder aus dem Dornröschenschlaf geholt“, freut sich Kirsten Worms, Direktorin der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen (SG).

„Aufgrund unserer Quellenforschung im Vorfeld der Instandsetzung konnten wir die Baugeschichte des Teehauses recht gut nachvollziehen“, erläutert Susanne Erbel vom Fachgebiet Bauangelegenheiten und Denkmalpflege (SG), die das Projekt in Zusammenarbeit mit Inken Formann, Leiterin des Fachgebiets Gärten und Gartendenkmalpflege, betreute.

Das Konzept stützt sich auf die Geschichte des Teehauses. Es wurde Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet, als Landgräfin Caroline von Hessen-Homburg im Schlosspark die „Fantasie“ anlegen ließ – in Homburg der erste Anlauf, einen Landschaftsgarten zu gestalten. Das bis heute als Teehaus bekannte Gebäude war einer chinesischen Pagode nachempfunden und damit Ausdruck der damaligen Begeisterung für Chinoiserien. Carolines Gatte, Landgraf Friedrich V., nannte es nach der römischen Göttin der Baumfrüchte „Tempel der Pomona“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare