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Seit 2011 kann man in Bad Homburg auf 18 Bahnen abschlagen.

Royal Homburger Golf Club

Golfclub Bad Homburg plant Ausbau

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Die Vorlage sieht Eingriffe in den Stadtwald vor. Der   Präsident, beton, der  Wald wird nicht angetastet.

Vor acht Jahren konnte der Bad Homburger Golfclub seine Anlage an der Saalburgchaussee auf 18 Bahnen erweitern. Erneute Ausbaupläne sorgen nun für Aufregung in der Lokalpolitik.

Die Magistratsvorlage für den entsprechenden Bebauungsplan, die der Frankfurter Rundschau vorliegt, hat es allerdings auch in sich. Danach soll die Golfanlage um 4,4 Hektar „in den bestehenden Stadtwald hinein erweitert“ werden. Von „umfassenden Eingriffen in Natur und Landschaft“ und „Waldabholzung“ ist die Rede. Der Fraktionsvorsitzende der FDP, Wolfgang Hof, hat gegen das Vorhaben schon massiven Widerstand angekündigt.

Robert Gaertner, der Präsident des Royal Homburger Golf Clubs, sieht darin ein großes Missverständnis. Zwar wolle der Verein seinen „New Course“ im Stadtteil Dornholzhausen tatsächlich durch einen Ausbau attraktiver machen. Doch solle der sich „auf das vorhandene Terrain“ beschränken, versicherte er im Gespräch mit der FR.

Ziel seien bessere Übungsmöglichkeiten vor allem für die jüngeren Sportler. Unter den insgesamt 900 Mitgliedern des Bad Homburger Golfclubs seien mittlerweile immerhin 100 Jugendliche. Doch die wanderten wegen der schwierigen Platzverhältnisse zunehmend zu anderen Vereinen ab, so Gaertner.

Neues Übungsgrün auf 2000 Quadratmetern

Um diesen Trend zu stoppen, will der Royal Homburger Golf Club auf 2000 Quadratmetern ein neues Übungsgrün anlegen. Außerdem soll eine vorhandene Bahn verlängert und die Driving Range, auf der die Golfer Abschläge trainieren, modernisiert werden. Darüber hinaus wolle man eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung einrichten und den Schutz gegen Wildschweine verstärken, kündigt Robert Gaertner an.

Das alles sei „durch eine geschicktere Ausnutzung des vorhandenen Geländes“ möglich, beteuert Gaertner, der benachbarte Wald müsse dazu nicht angetastet werden. Nötig sei allerdings ein neuer Bebauungsplan. Schon der Bau von Schutzzäunen gegen die Wildschweine sei nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich gewesen. Das Regierungspräsidium habe signalisiert, dass es weitere Abweichungen nicht akzeptieren werde.

Am gestrigen Montag sollte das Thema erstmals im Magistrat behandelt werden. Dem Vernehmen nach ist es aber noch einmal vertagt worden.

Schon um den Ausbau des Golfplatzes auf 18 Bahnen hatte es erbitterte Auseinandersetzungen mit Naturschützern gegeben. Die Stadt hatte damit ein Versprechen von 1978 eingelöst, als der Golfclub der Taunustherme weichen und nach Dornholzhausen umziehen musste.

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