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Von Paris nach Bad Homburg

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Von: Fabian Böker

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Hauptdarstellerin der Kunqu-Oper.
Hauptdarstellerin der Kunqu-Oper. © China Event

Die Chinesische Kunqu-Oper gastiert am 9. November im Bad Homburger Kurtheater. Sie führen das Stück „Der Päonien-Pavillon“auf, das eine 600-jährige Tradition hat.

Wer das Wort Oper hört, denkt wohl meistens an Komponisten wie Verdi, Strauss oder Bernstein, an Werke wie Aida, die Zauberflöte oder Parsifal. Doch am 9. November wird es fernöstlich im Bad Homburger Kurtheater, wenn ein Ensemble aus Peking mit „Der Päonien-Pavillon“ ein Stück aus der über 600 Jahre alten Gattung der Kunqu-Oper aufführt.

Die Kunqu-Oper wird gemeinhin als „Vater der chinesischen Oper“ bezeichnet. Sie hat sich im 14. Jahrhundert in der Region Suzhou-Kun Shan und gilt unter anderem als Ursprung der Peking-Oper. Sie verbindet Literatur, Theater, Aufführung, Musik, Tanz und Kunst und legt großen Wert auf die Gestaltung der Kostüme. Der dargebotene Gesang ist für europäische Ohren gewöhnungsbedürftig, aber das macht bekanntlich oft den Reiz des Unbekannten aus.

Für Menschen, die die chinesische Sprache nicht beherrschen, wird es am 9. November daher schwer, den Texten zu folgen. Die Organisatoren werden daher dafür sorgen, dass die Texte des Stücks auf deutsch übersetzt und auf einer Leinwand angezeigt werden.

Doch braucht sich an diesem Abend niemand zu grämen, wenig zu verstehen. Wenjuan Yang von China Event, einer Agentur, der die Auftritte der chinesischen Schauspieler hier in Europa organisiert und koordiniert, erklärt, dass sogar in China selbst der Text immer angezeigt werde, damit die Besucher wissen, worum es geht. Die in der Kunqu-Oper verwendete Sprache sei sehr alt und werde daher gerade von jüngeren Menschen, die sehr zahlreich zu den Aufführungen kommen, kaum verstanden.

Love-Story mit Happy End

Im Stück „Päonien-Pavillon“ geht es – kurz gesagt – um eine Love-Story. Die Tochter des Bürgermeisters sieht in Gedanken versunken ihren Traummann. Doch dann stirbt sie. Kurz vor ihrem Tod hat sie ein Selbstportrait gemalt und es von ihrer Mutter in einem Garten vergraben lassen. Jahre später findet der Mann aus den Träumen das Bild, verliebt sich, sie erwacht zu neuem Leben, und beide werden glücklich.

Das Ensemble des China Northern Kunqu-Opernhauses reist mit etwa 50 Personen an, darunter in China sehr prominente Schauspieler. Bevor sie in Bad Homburg auftreten, stehen Vorstellungen drei anderen europäischen Metropolen auf dem Programm, in Paris, Amsterdam und Wien.

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