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Die Süd-Umgehung in der Höhe der Abfahrt nach Ober-Eschbach.

Bad Homburg

Ostring am Limit

Ein Ingenieurbüro empfiehlt im Ortsbeirat längere Abbiegestreifen.

Die Verkehrsuntersuchung eines Darmstädter Ingenieurbüros hat belegt, was in Ober-Eschbach längst bekannt ist: Die Umgehungsstraßen sind am Limit, der Verkehr durch den Ort ist problematisch.

Auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung hat das Darmstädter Ingenieurbüro R+T Verkehrsplanung die Ergebnisse seiner Verkehrsanalyse präsentiert, die es im Auftrag der Stadt erstellt hat. Am Süd-/Ostring und an der Zeppelinstraße wurden über einige Monate hinweg an 15 Knotenpunkten die Autos gezählt, Spitzenstunden und -tage ermittelt. Demnach staut sich morgens der Verkehr aus Nordosten kommend, bevor an der „B&K“-Kreuzung 33 Prozent der Fahrzeuge in Richtung Frankfurt/Autobahn abfährt. Zum Feierabend das gleiche Spiel andersherum; Rückstau an den jeweils dahinterliegenden Kreuzungen inklusive. In den Zwischenstunden flutscht der Verkehr – wenn es nicht auf der A5 ein Problem gibt.

„Der Ostring hat die absolute Grenze für einen Fahrstreifen erreicht. Eine kleine Ungereimtheit bringt die Verkehrsmenge zum Kippen, dann werden aus vier Minuten Fahrzeit zehn Minuten“, sagt Verkehrsplanerin Christina Kugel bei der Präsentation der Projektergebnisse im Ortsbeirat. Der Südring sei indes weniger stark beansprucht, auch weil dort von Westen her 24 Prozent der Fahrzeuge auf der Zeppelinstraße abbiegen.

Das Büro empfiehlt an den betroffenen Kreuzungen (B&K, Massenheimer Weg, Abfahrt Ober-Erlenbach/Bad Vilbel) zusätzliche oder verlängerte Abbiegestreifen zu installieren, um Rückstau zu verhindern, zudem eine Anpassung der Ampelanlagen. Doch langfristig wird das nicht reichen, so Kugel. Das wissen auch die Kommunalpolitiker. Sie fordern angesichts der Entwicklung des Baugebiets Südcampus den Ausbau des Knotenpunktes 12 neu zu überplanen. (mmh)

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