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Bad Homburg

Offene Bibliothek im Oberhof

In Hessen entsteht ein einmaliges Konzept für Stadtteilbücherei in Ober-Erlenbach.

Aus ihrem bisherigen Standort im Alten Rathaus ist die Ober-Erlenbacher Stadtteilbücherei nun in ihr neues Domizil im Oberhof umgezogen. Das Mehrgenerationenprojekt wird am kommenden Samstag, 18. September, nach zehnjähriger Planungs- und Bauphase eröffnet.

Die neue Bibliothek ist im Nordflügel des Oberhofs untergebracht und hat nun viel mehr Platz für die 10 227 Medien, die dort ausgeliehen werden können. Der Leiter der Stadtbibliothek, Klaus Strohmenger, spricht von einer Verdreifachung des Raums, die Zweigstelle hat nun 300 Quadratmeter statt der bisher 100 zur Verfügung. Darüber freuen sich Strohmenger und die Zweigstellenleiterin Irina Resch, „denn wir haben ganz andere Möglichkeiten der Präsentation, um die Lust am Lesen und am Ausleihen von Literatur zu fördern“, sagt Strohmenger.

Alte Balken und viel Licht

So nennt Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) es am Dienstag bei einer Besichtigungstour „überragend“, was das Bibliotheksteam am neuen Standort an Ambiente zwischen alten Holzbalken und Dachfenstern, die für viel Helligkeit sorgen, geschaffen hat.

Auch das Konzept der Stadtteilbibliothek ist neu – sie ist die erste „Open Library“ in Hessen: Nutzer:innen können das Angebot nun auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten wahrnehmen. Möglich wird dies durch digitale Technologie, die den Zugang zur Bibliothek und die Ausleihe regelt. Zunächst wird aber nur dann geöffnet sein, wenn Bibliotheksleiterin Resch da ist, nämlich dienstags, mittwochs und donnerstags, jeweils von 9.30 bis 19 Uhr.

„Erst wenn wir sicher sind, dass die Technik funktioniert, werden wir die Zweigstelle zu bestimmten Zeiten auch ohne Personal öffnen“, sagt Klaus Strohmenger. Mit Blick auf die Pandemie und die Corona-Regeln sei eine Öffnung ohne Personal derzeit ohnehin kaum möglich, denn „es muss ja jemand kontrollieren, dass die Besucher geimpft, genesen oder getestet sind“. Die Erweiterung der Öffnungszeiten ohne Personal soll daher stufenweise erfolgen.

Wenn es so weit ist, werden Besucher, die älter als 16 Jahre sind, sich mit einem gültigen Leseausweis Zutritt zur Bücherei verschaffen können. Im Eingangsbereich wird dann ein Automat stehen, an dem zuvor ausgeliehene Medien zurückgegeben werden können. Im Obergeschoss befinden sich die Bücherregale, Medienträger und Onlinekataloge und ein Selbstverbucher, über den die Nutzer ihre Medien selbst ausleihen können.

Sensoren an den Türen

„Das kennen unsere Kunden schon aus der Hauptstelle in der Dorotheenstraße“, sagt Strohmenger. Vergisst man, die ausgeliehenen Medien zu registrieren, klingelt es laut, denn an den Türen sind entsprechende Sensoren angebracht.

Für die Umsetzung der „Open Library“ in Ober-Erlenbach hat das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst 70 200 Euro Förderung gewährt. Alexander Budjan, Leiter der Hessischen Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken, sagt: „Damit wird die Bedeutung dieses Pilotprojektes für das Bundesland Hessen auch finanziell augenscheinlich.“

Für die Bibliothekskund:innen – 2020 wurden 7585 Besuche und 9803 Ausleihen vermerkt – dürfte nur zählen, dass es bald kein zeitliches Limit mehr geben wird, um sich Medien auszuleihen.

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