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So soll der Unterhaltungskomplex am Bahnhof einmal aussehen.

Bad Homburg

Neues Kino mit 900 Sitzplätzen für Bad Homburg

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Das geplante Unterhaltungscenter am Bahnhof Bad Homburg soll bereits Ende 2021 öffnen. Die Verträge mit dem Investor sind nun unterschrieben worden.

Ende Juni hatte das Parlament dem Verkauf des ehemaligen Postareals am Bad Homburger Bahnhof an den Investor Procom zugestimmt, der dort einen Unterhaltungskomplex mit sieben Kinosälen und einem Musikclub errichten will. Nun sind die Verträge zwischen dem Immobilienentwickler aus Hamburg und der Stadt unterschrieben und notariell besiegelt worden.

Dass das Ganze noch einmal drei Monate gedauert hat, liege an der rechtlichen Prüfung der Verträge auf beiden Seiten und schwierigen Terminabstimmungen während der Sommerferien, teilt Rathaussprecher Marc Kolbe mit. Inhaltliche Differenzen seien keine mehr aufgetaucht.

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Und auch am Zeitplan habe sich nichts geändert. Procom habe vor, bereits im November den Bauantrag einzureichen. Die Arbeiten könnten dann im nächsten Jahr beginnen. Die Verantwortlichen hoffen, dass der Komplex, der den Projekttitel „Am Wasserturm“ trägt, bis Ende 2021 fertig ist. Der Name ist wegen des denkmalgeschützten Wasserturms oberhalb des knapp 6700 Quadratmeter großen Areals entstanden, auf dem das Unterhaltungscenter entstehen soll.

Chronologie
2010 hatte der damalige Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne) Pläne für ein „Move&Groove-Center“ vorgelegt, das neben Kino und Club auch eine Trendsporthalle beinhalten sollte.

2016 stoppte das neue schwarz-roten Bündnis das Vorhaben und startete eine neue Ausschreibung. Diesmal sollte auf dem Areal auch die Verwaltung der Stadtwerke unterkommen. Die Verhandlungen mit dem Investor Deutsche Anlagen Leasing (DAL) scheiterten jedoch an Finanzierungsfragen.

Im März 2019 stieg Procom in das Projekt ein. twe

Als Hauptnutzer ist ein Kino mit sieben Sälen für insgesamt 900 Besucher vorgesehen. Als Betreiber dafür ist die Kinopolis-Gruppe im Gespräch, die unter anderem das Kinocenter im Main-Taunus-Zentrum bei Sulzbach unterhält. Aktuell gibt es in Bad Homburg kein Kino. Außerdem ist in dem Komplex am Bahnhof ein Musik-Club geplant sowie Flächen für einen Fitness-Club und Einzelhandel. Ein Parkhaus soll Platz für 400 Fahrzeuge bieten.

Kritik hatte es vor allem an den 1600 Quadratmetern Einzelhandelsfläche gegeben, die Procom zugestanden werden. Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) hatte darauf verwiesen, dass der Investor per Gutachten nachweisen müsse, dass die vorgesehenen Läden zu dem Zentrenkonzept der Stadt Homburg passen.

Mit dem Unterhaltungskomplex wolle man „vor allem etwas für die jüngeren Bad Homburgerinnen und Bad Homburger tun“, kündigt Hetjes an. Die haben derzeit nur ein sehr begrenztes Angebot im Abend- und Nachtleben.

Procom wird rund 40 Millionen Euro in das Bauvorhaben investieren. „Das Unternehmen ist bereit, das finanzielle Risiko selbst zu tragen“, betont der Oberbürgermeister. Die Verhandlungen mit dem vorherigen Interessenten war an unterschiedlichen Vorstellungen in Sachen Finanzen gescheitert.

Procom gehört bereits das Grundstück neben dem ehemaligen Postgelände. Dort soll ein Büroquartier entstehen.

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