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Hausbau 

Bad Homburg

500 neue Wohnungen im Südcampus

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Wüstenrot investiert  rund 200 Millionen Euro auf dem ehemaligen Dupont-Gelände in Ober-Eschbach. Der Abriss soll Ende Juni abgeschlossen sein.

Die Bagger haben ganze Arbeit geleistet. Von den Gebäuden, in denen einst Beschäftigte des US-amerikanischen Chemiekonzerns Dupont gearbeitet haben, ist nicht mehr viel zu sehen. Elvira Ebling von der Wüstenrot Haus- und Städtebau (WHS) geht davon aus, dass die Abrissarbeiten auf dem sogenannten Südcampus Ende Juni beendet werden können. Bis dahin müssten vor allem noch die Wände der Keller zu geschreddert werden.

Die WHS ist seit dem vergangenen Jahr Eigentümerin des 4,4 Hektar großen Areals am Rande des Bad Homburger Stadtteils Ober-Eschbach. Rund 500 neue Wohnungen möchte das Tochterunternehmen der Wüstenrot-Bausparkasse auf dem Südcampus errichten, der seinen Namen der benachbarten Accadis-Hochschule verdankt.

Parallel zum Abriss laufe die Planung für die Erschließung des Geländes, sagt Elvira Ebling. Das neue Wohnquartier soll nicht auf einmal, sondern Abschnitt für Abschnitt entwickelt werden. Im nördlichen Bereich werde es losgehen, kündigt die Projektleiterin an. Sie hoffe, dass die WHS dafür noch in diesem Jahr die Bauanträge einreichen kann.

Vorgesehen ist eine Mischung aus Miet- und Eigentumswohnungen von unterschiedlicher Größe. Details dazu könne sie noch nicht mitteilen. „Unsere Planer arbeiten im Moment daran.“ Allerdings müssen sie sich im Rahmen dessen bewegen, was Bebauungsplan und städtebaulicher Vertrag vorgeben, den noch der vorherige Eigentümer Rock Capital mit der Stadt abgeschlossen hat.

Seit 2008 liegt 4,4 Hektar große ehemalige Dupont-Gelände im Gewerbegebiet von Ober-Eschbach brach.

2011 hatte der Projektentwickler Rock Capital Group aus Grünwald bei München das Areal erworben, um darauf Wohnungen zu errichten. In einem städtebaulichen Vertrag einigten sich Investor und Stadt unter anderem auf den Bau eines Kindergartens. Das Stadtparlament hat einen Bebauungsplan beschlossen. Gebaut hat Rock Capital jedoch nicht.

Seit dem vergangenen Jahr ist die Wüstenrot Haus- und Städtebau (WHS) neue Eigentümerin. Sie hat die Vereinbarungen aus dem städtebaulichen Vertrag übernommen. (twe)

Danach ist die Bruttogeschossfläche der Gebäude auf maximal 52 000 Quadratmeter festgelegt. An den Gebietsrändern ist eine eher geschlossene drei- bis viergeschossige Bebauung vorgesehen, die auch dem Lärmschutz dienen soll.

Im Inneren des Südcampus können auch Punkt- oder Reihenhäuser entstehen. Im Norden ist ein großer öffentlicher Quartiersplatz geplant, im Süden soll es einen weiteren Gemeinschaftsbereich geben, der aber eher privaten Charakter habe.

Der Investor hat sich im Vertrag mit der Stadt dazu verpflichtet eine Kindertagesstätte für bis zu 150 Kinder zu errichten. Die werde es auch geben, versichert Elvira Ebling, die Kita werde sogar eines der ersten Gebäude sein, das gebaut wird.

Zwei Straßen und ein Fuß- und Radweg sollen durch das Wohngebiet verlaufen. Zur Investitionssumme möchte Ebling zum aktuellen Zeitpunkt noch nichts sagen. „Das wäre aus der Hüfte geschossen.“ In einer Pressemitteilung der WHS war im vorigen Jahr von 200 Millionen Euro die Rede.

Für Ober-Eschbach bedeute das neue Wohnquartier eine „massive Veränderung“, betont Ortsbeiratsmitglied Stephan Zalud (CDU). Deswegen werde man genau darauf achten, dass die vertraglichen Vereinbarungen nicht überschritten werden.

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