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Neue Einsatzwagen sind zu hoch

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Nicht so groß, aber genauso modern wie im Stadtzentrum sollen die Feuerwachen auch in den Stadtteilen werden.
Nicht so groß, aber genauso modern wie im Stadtzentrum sollen die Feuerwachen auch in den Stadtteilen werden. © Renate Hoyer

Die Gerätehäuser der Bad Homburger Stadtteilwehren müssen für acht Millionen Euro um- oder neu gebaut werden. Der Grund: Die modernen Fahrzeuge haben mehr technisches Gerät an Bord. Deshalb werden die Feuerwehrautos immer höher.

Von Martina Propson-Hauck

Für rund acht Millionen Euro will der Magistrat die Feuerwehrgerätehäuser in den Stadtteilen Ober-Eschbach, Ober-Erlenbach, Dornholzhausen und Kirdorf neu bauen lassen. Eine vor knapp einem Jahr in Auftrag gegebene Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass die Gebäude in diesen Stadtteilen den modernen Anforderungen nicht mehr entsprechen.

So sollen im kommenden Jahr etwa drei neue Feuerwehrautos für 800.000 Euro pro Stück angeschafft werden, für die die Gerätehäuser zu niedrig sind. Die modernen Fahrzeuge haben mehr technisches Gerät an Bord, das die Fahrzeuge immer höher werden lässt. „In die Breite können die Hersteller nicht gehen, denn die Feuerwehrautos müssen auch durch enge Gassen kommen“, sagte Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne) am Dienstag bei der Vorstellung des neuen Konzepts.

Erste Priorität soll der Stadtteil Ober-Eschbach haben. Die dortige Feuerwehr ist die erste, die bei Unfällen auf der Autobahn A 5 ist. Gegenwärtig liegt die Feuerwehr im verkehrsberuhigten alten Ortskern, dort ist eigentlich Schrittgeschwindigkeit gefordert. Außerdem müssen sich die Feuerwehrleute bei laufendem Motor neben den Fahrzeugen umziehen. Der Magistrat möchte die Wehr gern auf ein Grundstück zwischen Ober-Eschbacher Straße und Am Sauereck verlagern.

Mehrere Grundstücke, insgesamt rund 10.000 Quadratmeter, soll die Stadt dort erwerben, 2000 davon sind für die Feuerwehr vorgesehen. Das Land Hessen hat bereits einen Zuschuss von 150.000 Euro bewilligt.

In Dornholzhausen soll 2011 zunächst eine provisorische Garagenhalle für das neue Feuerwehrfahrzeug aufgestellt werden. Für den Neubau sind drei neue Standorte untersucht worden. Am besten geeignet sei der Standort zwischen Gertrud-Bäumer- und Ricarda-Huch-Straße. Mehr als die Hälfte des Geländes gehört der Stadt bereits. Da die alte Feuerwache direkt neben der Grundschule liegt, könne das freiwerdende Gelände der Schule zur Erweiterung dienen, sagte Korwisi.

In Ober-Erlenbach soll ein neues Feuerwehrgerätehaus im Neubaugebiet Am Hühnerstein entstehen. Im November soll ein städtebauliches Konzept dafür vorgestellt werden. Die neue Wache soll direkt an der Vilbeler Straße liegen. Das alte Feuerwehrhaus wurde bei Hochwasser überschwemmt und ist für das neue Fahrzeug ebenfalls zu klein. Ober-Erlenbach steht auf Platz zwei der Prioritätenliste.

Der Standort der Wehr in Kirdorf soll langfristig bleiben. Das Gebäude wird durch eine provisorische Halle erweitert und später abgerissen und neu gebaut werden. Die politischen Gremien sollen das Konzept nun beraten.

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