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Frauenpower: Die Vertreterinnen des Bad Homburger Frauennetzwerks.
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Frauenpower: Die Vertreterinnen des Bad Homburger Frauennetzwerks.

Bad Homburg

Netzwerk nimmt Männerrollen unter die Lupe

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
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Das Bad Homburger Frauennetzwerk kämpft für die Gleichstellung von Frauen und Männern.

Noch ist die Gleichstellung von Frauen und Männern nicht erreicht. Und sie bleibe auch weiterhin das zentrale Ziel des Bad Homburger Frauennetzwerks, betont die kommunale Frauenbeauftragte Gaby Pilgrim. Dennoch sei es Zeit gewesen, die inhaltliche Arbeit zu verändern. „Wir haben gemerkt, dass wir uns neu sortieren müssen.“

Was dabei herausgekommen ist, präsentierte sie am Montag gemeinsam mit Vertreterinnen verschiedener Mitgliedsvereine und -organisationen der Presse. Heutzutage sei Gleichstellung zum Glück kein „Nischenthema“ mehr, sondern stehe im Zentrum einer modernen Gesellschaftspolitik, erklärten sie. Deshalb will das Frauennetzwerk in Zukunft auch die Rolle der Männer stärker in den Blick nehmen. Das gelte sowohl für die Arbeitswelt als auch für die Aufgabenverteilung in der Familie. „Wir wollen auch Männer unterstützen, die ein anderes Rollenmodell als das des Haupternährers leben wollen“, kündigt Gaby Pilgrim an.

Äußeres Signal für den Neustart des Frauennetzwerks ist ein neues Logo aus bunten Kreisen, die miteinander verbunden sind. In einem aktuellen Flyer sind zudem die Ziele des Netzwerks und die Mitgliedsorganisationen aufgelistet, inklusive Kontaktdaten.

Das Frauennetzwerk hat sich 1989 gegründet. Damals sei etwa über das Thema Gewalt gegen Frauen öffentlich nur sehr verschämt gesprochen worden, erinnert sich Monika Wallrapp von der Arbeiterwohlfahrt. Und so habe es bis 1995 gedauert, bis das Bad Homburger Frauenhaus eröffnet werden konnte.

Inzwischen sei das Thema zwar kein Tabu mehr. Dennoch sei es für die betroffenen Frauen oft immer noch „mit Scham besetzt“, schilderte Friederike Schneider vom Frauenhaus „Lotte Lemke“. Und auch die Zahlen seien weiterhin hoch. So seien in der Bad Homburger Einrichtung im vergangenen Jahr mehr als 190 Aufnahmeanfragen eingegangen. Leider habe man einige davon zurückweisen müssen, bedauert Schneider. Schließlich habe man nur 16 Plätze anzubieten. „Der Hilfebedarf übersteigt unsere Kapazitäten.“

Im laufenden Jahr möchte das Frauennetzwerk mit einer Veranstaltungsreihe zum Jubiläum „100 Jahre Frauenwahlrecht“ auf sich aufmerksam machen. „Das ist unser erstes umfassendes Programm über ein gesamtes Jahr“, sagt Dagmar Witt vom Frauenbildungszentrum.

So werden im November die Autorinnen Isabel Rohner und Rebecca Beerheide aus ihrem gleichnamigen Buch lesen. Und am 15. September gibt es eine internationale Feier mit Tanz und Brunch, bei der Migrantinnen Einblicke in das Wahlrecht in ihren Heimatländern geben.

Allerdings gibt es auch zahlreiche Veranstaltung zu anderen Themen. So bietet das Frauenbildungszentrum einen Selbstverteidigungskurs an und die Volkshochschule hat einen speziellen Fotoworkshop im Angebot, in dem es um den weiblichen Blick auf den Mann geht.

Für Unterhaltung sorgt Kabarettistin Anka Zink am 1. November mit ihrem Programm „Leben in vollen Zügen“. Vorträge befassen sich mit Cosima Wagner (7. Februar) oder der „Mutter“ als politischer Medienfigur. Auch diese Angebote richteten sich nicht ausschließlich an Frauen, wirbt Gaby Pilgrim: Männer sind herzlich willkommen.

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