BAD HOMBURG

Mehr Mitsprache für Bürger in Bad Homburg

Die Stadtverwaltung in Bad Homburg erarbeitet Richtlinien für eine transparente Form der Bürgerbeteiligung. Ende Februar möchte sie erste Ergebnise präsentieren.

Nach den guten Erfahrungen der Bürgerbeteiligung zum integrierten Stadtentwicklungsplan Bad Homburg 2030 (ISEK), kurz „Regiebuch“ genannt, zeichnete sich schnell ab, dass das Verfahren künftig eine größere Rolle spielen sollte. Und so will die Stadt nun ein Konzept für Bürgerbeteiligung erstellen - gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern. „Die Beteiligung muss transparent sein, und dafür braucht sie Spielregeln“, sagte Bad Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU).

Die Leitlinien seien aber nicht als Schablone zu verstehen, die zu jedem Projekt passe, sondern als „Werkzeugkasten“, so Stadtplanungsleiter Holger Heinze. Je nach Vorhaben nehme man daraus eben „dieses oder jenes Werkzeug“. Und am Ende stimme das Parlament ab.

Leitlinien für eine Bürgerbeteiligung hat zum Beispiel bereits die Stadt Heidelberg: Online bietet sie etwa eine Liste mit städtischen Vorhaben, anhand der Bürger vorschlagen können, woran sie sich beteiligen möchten.

Info-Workshop Ende Februar

Ob solch eine Vorgehensweise auch für Bad Homburg passend wäre, soll ein Entwicklungsteam erarbeiten. Der Prozess wird in einem Workshop am Mittwoch, 26. Februar, im Kurhaus (Beginn: 19 Uhr), vorgestellt. Zu den Organisatoren gehören nicht nur die Verwaltung mit ihrem Fachbereich Stadtplanung, sondern auch die in Darmstadt ansässige „wer denkt wie-GmbH“, die bereits beim ISEK-Prozess von 2017 bis 2018 mitgearbeitet hat. „Bürgerbeteiligung macht Entscheidungswege nicht nur nachvollziehbarer, sondern macht sich auch den Sachverstand der Bürger zunutze – denn sie kennen ihren Ortsteil ja“, sagte Teamleiter Antonio Arcudi.

Heinze ist optimistisch, dass viele Bad Homburger sich einbringen wollen. Alleine während des ISEK-Prozesses habe es schon 100 Anmeldungen für den Newsletter gegeben und alle Veranstaltungen im Kurhaus seien voll gewesen. „Die Homburger sind an ihrer Stadt und deren Entwicklung wirklich interessiert.“

In den folgenden Monaten soll nun ein etwa 20-köpfiges Team aus Stadtverordneten, Verwaltungsmitarbeitern sowie zwölf Bürgerinnen und Bürgern die Konzept-Eckpunkte erstellen. Wer mitmachen will, kann sich anmelden über die Online-Plattform www.badhomburg2030.de – oder beim ersten Workshop.

Bei der Auswahl der Teammitglieder soll auf eine „ausgewogene Abbildung der Stadtgesellschaft“ geachtet werden, sagte Julia Morgenroth, Projektverantwortliche im Rathaus.

Wer Fragen hat,kann diese mailen an: buergerbeteiligung@ bad-homburg.de

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