1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Hochtaunus
  4. Bad Homburg

Mehr Komfort am Busbahnhof

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Der Bad Homburger Busbahnhof soll für Reisende komfortabler werden.
Der Bad Homburger Busbahnhof soll für Reisende komfortabler werden. © Michael Schick

Der zentrale Bad Homburger Bushalt bleibt auf dem Bahnhofsvorplatz. Fünf Alternativen hat die Stadt jetzt geprüft - und verworfen. Dafür soll jedoch einiges umgebaut, der Platz direkt vor dem Bahnhof mit einer Wasserfläche und viel Grün neu gestaltet werden.

Von Martina Propson-Hauck

Manchmal ist der Ist-Zustand nicht unbedingt der allerschlechteste. So ist der Magistrat nach wochenlangen Überlegungen nun zum Ergebnis gelangt, dass die Platzierung des zentralen Busbahnhofs am gegenwärtigen Standort auf dem Bahnhofsvorplatz den Idealvorstellungen eigentlich schon sehr nahe kommt. Fünf Alternativen haben die Politiker geprüft, das Rennen macht nun Variante „A optimiert“. Das klingt fast wie ein Werbeversprechen.

So soll der Busbahnhof laut Plan zwar am jetzigen Standort bleiben, allerdings mit mehr Platz hin zum Kulturbahnhof, damit dort genügend Raum für ein Straßencafé und Veranstaltungen bleibt. Die Einfahrt für Busse wird direkt an den Marienbader Platz verlegt. Die Autos weichen auf die andere Seite des Platzes aus. Auf dem jetzigen Postparkplatz entsteht eine sogenannte „Kiss&Ride“-Zone für diejenigen, die ihre Liebsten zum Zug bringen. 30 Plätze wird es für Kurzzeit-Parker geben, zehn für Taxis.

Die Busse werden in fünf jeweils 40 Meter langen Haltezonen vorfahren, in denen jeweils drei Busse hintereinander Platz haben. Die Bahnsteige sollen deutlich breiter, behindertengerecht und komplett überdacht werden. Die große Blutbuche, die auf dem Gelände steht und mindestens ebenso alt ist wie der wilhelminische Bahnhof, soll stehenbleiben können – das war eine der persönlichen Prämissen des OB.

Durch die geradlinigere Einfahrt können die Busse schnellerer an ihre Haltestellen gelangen. Das freut Pendler, die gegenwärtig häufig wegen Busstaus ihre S-Bahn knapp verpassen. Freuen dürften sich auch die Bewohner des Hauses in der Frölingstraße 5. Wegen des geplanten größeren Abstandes der einfahrenden Busse soll der Lärm dort etwas weniger werden.

Da Busse und Autos künftig getrennte Einfahrten benutzen werden, können sie sich auch nicht mehr ins Gehege kommen. Der Bebauungsplan sieht zudem ein Parkhaus hinter der Post vor. Oberbürgermeister Michael Korwisi sähe die Autos allerdings lieber unter die Erde verbannt.

Post bleibt in der Stadt

Der Platz direkt vor dem Bahnhof soll mit einer Wasserfläche und viel Grün gestaltet werden. Das Postgebäude wird laut Machbarkeitsuntersuchung größer als das vorhandene. Die Post stehe in Verhandlungen darüber, ins Louisencenter zu ziehen und prüfe noch, ob am Bahnhof ein Standort erhalten bleiben soll, sagte der OB. Ein Regionalsprecher der Deutschen Post bestätigte Verhandlungen und Überlegungen.

Fest stehe allerdings nur, dass das Postbankfinanzcenter in der Stadt präsent bleibe (möglicherweise im Louisencenter), ebenso wie die Postdienstleistungen (möglicherweise am Bahnhof). Ob man seine Weihnachtspäckchen also künftig noch irgendwo am Bahnhof aufgeben kann und dazu mit dem Auto vorfahren, ist nicht abschließend geklärt.

Ebenso wenig klar ist, wie viel die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes insgesamt kosten wird. Eine genaue Schätzung darüber sei erst im nächsten Schritt geplant, hieß es dazu gestern aus der Verwaltung. Die Stadtverordneten sollen am 25. November, über die Planungsgrundlage entscheiden.

Nach den Vorstellungen des OB sollen die Arbeiten am Bahnhofsvorplatz möglichst zeitgleich mit den Sanierungs- und Umbauarbeiten am Bahnhof fertig werden.

Auch interessant

Kommentare