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Die Maria-Ward-Schule im Weinbergsweg will ihr Angebot ausbauen. 

Bad Homburg

Maria-Ward-Schule bald mit Gymnasium

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Die Stiftung der konfessionellen Mädchenschule will mehrere Millionen Euro in ein neues Konzept investieren. Das schulische Angebot soll ausgebaut werden.

Die private Maria-Ward-Schule mit derzeit rund 500 Schülerinnen und 40 Lehrern ist eine dreizügige Realschule, seit etwa sechs Jahren auch mit gymnasialer Oberstufe im beruflichen Gymnasium – bislang. Zum kommenden Schuljahr 2020/2021 hat die konfessionelle Mädchenschule allerdings große Veränderungen geplant: Sie will ihr schulisches Angebot erweitern – um eine klassische gymnasiale Oberstufe.

Schulleiterin Leonie Fuhrmann, deren Idee die Neukonzeptionierung war, sagte: „Wir werden vom kommenden Jahr an zwei gymnasiale Eingangsklassen anbieten: eine fürs berufliche Gymnasium, eine fürs allgemeine.“ Die Realschulklassen reduziere man von drei auf zwei Klassen, so dass man weiterhin einen vierzügigen Schulkorpus habe.

„Die Nachfrage gerade nach der allgemeinen Hochschulreife ist groß, deswegen haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, erklärte Roland Kölsch, Vorsitzender der Stiftung Maria-Ward-Schule, die Trägerin der Einrichtung ist. Mit dem Schulamt sei man bereits im Gespräch, warte auf die finale Genehmigung.

Die Schule

Die Maria-Ward-Schule(MWS) ist eine staatlich anerkannte, überkonfessionelle Schule mit christlichem Schwerpunkt für Mädchen. Bislang bietet sie einen Realschulzweig und einen Zweig Berufliches Gymnasium an. Vom kommenden Jahr an soll mit einer gymnasialen Eingangsklasse der Grundstein für eine klassische gymnasiale Oberstufe gelegt werden.

Schulträgerder Maria-Ward-Schule ist die Stiftung Maria-Ward-Schule, deren Vorstand sich aus dem Vorstandsvorsitzenden Roland Kölsch, Schulleiterin Leonie Fuhrmann und einem Vertreter des Bistums Limburg zusammensetzt.
Die Stiftungwiederum wird getragen – und damit zu einem Großteil finanziell unterstützt – vom Kuratorium. Dieses setzt sich aus dem Bistum Limburg, dem Orden, also der Gemeinschaft der Maria-Ward-Schwestern (Congregatio Jesu), dem Hochtaunuskreis sowie der Stadt Bad Homburg zusammen.

Wer sich über das schulische Angebotder Maria-Ward-Schule informieren möchte, der hat dazu am Samstag,
1. Februar, die Gelegenheit: Die Schule lädt in der Zeit von 9 bis 12 Uhr zu
einem Tag der offenen Tür in den
Weinbergsweg 60 ein. 

www.maria-ward-schule-hg.de

Auch mit Kreis und Stadt sowie dem Bauamt habe man sich schon getroffen. „Die Gespräche waren ausgesprochen konstruktiv und positiv“, freuen sich Fuhrmann und Kölsch. Denn solche Pläne erforderten Umbauten.

„Der erste Bauabschnitt lässt sich leicht realisieren“, erklärte Fuhrmann. Im zweiten Stock könnten problemlos fünf weitere Unterrichtsräume geschaffen werden. Diese Flächen nutzte bislang der Orden, also die Gemeinschaft der Maria-Ward-Schwestern (Congregatio Jesu), habe sie nun aber der Schule zur Verfügung gestellt. „Natürlich müssen wir die Zimmer umbauen und die sanitären Anlagen erneuern, aber wenn alles klappt – der Bauantrag ist schon eingereicht –, könnten wir schon im Frühjahr die entsprechenden Gewerke ausschreiben“, sagte Fuhrmann.

Darüber hinaus soll es noch andere Umbauten geben. „In der Tat planen wir mittelfristig auch weitere bauliche Veränderungen“, sagte Kölsch und nannte die Aufstockung der Turnhalle, um auch eine Gymnastikhalle zu haben, und die Aufstockung der Aula, um drei drei weitere Unterrichtsräume einrichten zu können.

Kölsch sprach von einer Investition in Höhe von mehreren Millionen Euro. „Wir müssen das Geld in die Hand nehmen. Und ich bin optimistisch, dass wir, also das Bistum Limburg, der Hochtaunuskreis und die Stadt Bad Homburg, das auch hinbekommen“, sagte Kölsch. Er sieht in der Neuausrichtung der Schule als Realschule und Gymnasium mit zwei Gymnasialzweigen eine ganze Reihe von Synergieeffekten: Neben der besseren Ausnutzung des Bestands an Fachräumen würden durch das gemeinsame Lernen der Schülerinnen in einigen als klassenübergreifende Kurse gestalteten Fächern wie etwa Sport oder Musik Hemmschwellen abgebaut, die einem Wechsel in die gymnasiale Oberstufe oft entgegenstünden. Auch ein Wechsel von einer Realschul- in eine Gymnasialklasse sei leichter möglich.

Abgesehen davon, betonte Fuhrmann: „Realschule und Gymnasium sind zwar eigenständige Bildungsgänge, jedoch als organisatorische und pädagogische Einheit bei uns zu sehen.“ Über klassenübergreifende Kurse fördere man den schulischen Zusammenhalt. Dazu trage sicher auch das Angebot an Arbeitsgruppen bei.

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