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Kritik an Anhörungen

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Von: Kerstin Klamroth

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Flüchtlings-Initativen und Arbeitskreise schreiben einen offenen Brief an das Bundesamt für Migration und setzen sich damit für afghanische Geflüchtete ein.

Zwölf Initiativen und Arbeitskreise in der Flüchtlingsarbeit aus dem Hochtaunuskreis haben einen offenen Brief an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) geschrieben, da ihnen die „Entscheidungspraxis des Bamf bei Asylanträgen afghanischer Geflüchteter immer problematischer“ erscheint. „Wir freiwillig Engagierten im Hochtaunuskreis können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass Entscheidungen bei dieser Gruppe unter der Maßgabe erfolgen, so viele ablehnende Bescheide wie möglich zu produzieren“, heißt es in dem Schreiben. Die Übersetzungen der Interviews wiesen erhebliche Mängel auf. Teile der Schilderungen der Geflüchteten würden häufig inadäquat oder sogar völlig sinnentstellt im Deutschen wiedergegeben. Zudem sei die personelle Trennung von Anhörung und Entscheidung ein Problem, wenn im Interview Beweise in Form von Fotos vorgelegt werden und diese dann nicht dokumentiert würden. So wie aktuell mit den Geflüchteten verfahren werde, falle man den Engagierten in den Rücken, man befördere sogar, dass sie ausbrennen würden, monieren die Flüchtlingshelfer. Sie fordern, dass das Bundesaußenministerium eine angemessene Einschätzung der Sicherheitslage in Afghanistan vornimmt. kek

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