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Konzept für Skulpturenband steht

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Großformatige Kunstwerke sollen Gartenlandschaft an Regionalparkroute anbinden

Bad Homburg - Bad Homburg ist reich an Kunst und Kultur im öffentlichen Raum. Im Laufe der Jahrzehnte kam es zu einer bemerkenswerten Ballung, die Stadtplaner und Kulturfreunde vor (Luxus-)Probleme stellte: Wo ist noch ein würdiger Platz frei für großformatige Kunst? Mitte vergangenen Jahres, als die finanzielle Lage der Stadt noch gut und die Erinnerungen an den Streit um den „Big Half Foot“ noch frisch waren, hatte der Magistrat einen Vorschlag präsentiert, der dieses Problem löst und dazu einen Wunsch der Rhein-Main-Taunushang GmbH erfüllt. Die habe sich, wie Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) damals erklärte, eine attraktive Verbindung der Regionalpark-Route zur Landgräflichen Gartenlandschaft gewünscht. Die Idee des „Skulpturenbands“ war geboren, auf dem Kunstwerke aufgefädelt werden könnten, um den Weg vom Gotischen Haus über Gustavsgarten und Kleinen Tannenwald bis zum Hölderlinpfad im Feld am Autobahn-Zubringer kulturell aufzuwerten. Die Kunst könnte Radler und Spaziergänger anlocken und Ziel von Themenführungen sein. Für 50 000 Euro sollte ein Konzept erstellt werden, eine „verbindende Spange“ zu schaffen. Der Regionalpark übernahm die Kosten für die Ausarbeitung. Das Konzept wird heute der Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung vorgelegt. Es soll „für die zukünftige Aufstellung von Skulpturen im öffentlichen Raum zugrunde gelegt werden.“ Bürgerschaft und Gremien sollten an der Entscheidung über das jeweils aufzustellende Kunstwerk beteiligt werden, auch die Künstler sollen einbezogen werden.

Standort an Kreuzung

Dabei läuft das Konzept Gefahr, von aktuellen Entwicklungen überholt zu werden. Sieben der 18 Standorte liegen im Bereich Kronenhof/Klinik, dem angesichts der Pläne für neue Gewerbeflächen eine optische Wandlung bevorstehen könnte. Allerdings hat sich das Konzept ohnehin abwechslungsreiche Standorte ausgesucht. Einen etwa direkt an der Kreuzung Urseler Straße / Niederstedter Weg. Der Standort habe eine „potenziell enorme (Signal-)Wirkung in den Stadtraum“. Heißt: Hier würde eine Skulptur durch den Verkehr von vielen Menschen wahrgenommen werden. Auch der „Standort 12“ wäre markant: das Ende der verlängerten Stettiner Straße auf dem Platzenberg mit Blick auf Schloss und Kirchen. Andere Standorte wären zunächst wirkliche Geheimtipps, wie etwa an der Unterführung der Zeppelinstraße oder ein kleines grünes Dreieck gegenüber der Gärtnerei im verlängerten Bommersheimer Weg.

Möglichkeiten für „Gartenkunstwerke“ sieht die Firma etwa gegenüber dem Gotischen Haus sowie in der Tannenwaldallee selbst im Bereich des nicht verwirklichten Philippsgartens kurz vor der Brücke in Richtung Innenstadt über die B 456.

Die Kosten, um die möglichen Standorte baulich vorzubereiten, wären nach Schätzung der Landschaftsarchitekten vergleichsweise gering und bewegen sich mehrheitlich zwischen 4000 und 6000 Euro. Geprüft wurden auch mögliche Versetzungen von bereits installierten Kunstwerken. „Für Lenné“, derzeit in der Bahnhofstraße beheimatet („Standort der Skulptur ist aktuell ungeeignet - keine optische Wirkung, Platzprobleme“), etwa haben die Landschaftsarchitekten in einer Visualisierung auf den Weg zwischen Kronenhof und Tierfriedhof verpflanzt.

Auch gibt es Vorschläge, eine große Lücke im Niederstedter Weg zu schließen, etwa indem man mit Nutzern städtischer Liegenschaften spricht, um auszuloten, ob eine Ecke frei wäre. Bereits bestehende Blickfänge wie die historische Tankstelle der „Central Garage“ oder die markante Installation an der Lilly-Zentrale sollten in die Überlegungen einbezogen werden.

Da im Bereich Mariannenweg / Kreuzallee kein Platz für neue Skulpturen sei, sollte das Band einen Schlenker durch den Gustavsgarten machen, wenn es nach den Planern geht. Dabei müsste jedoch klargestellt werden, dass das Radfahren dort nicht erlaubt ist, heißt es in der Vorlage.

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