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Initiative für Abbiegespur auf der B 456

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Politik wirbt bei zuständigen Behörden für Linksabbieger-Lösung

Bad Homburg - Mit dem Advent beginnt bald die Zeit des Wünschens. Das Homburger Stadtparlament hat bei seiner Sitzung am Donnerstag einen ersten Eintrag auf dem Wunschzettel vorgenommen. Der Magistrat soll, so sieht es der einstimmige Beschluss vor, „Rücksprache mit den zuständigen Behörden halten, ob und wie eine Abfahrt von der Saalburgchaussee aus Richtung PPR-Kreuzung auf die Dornholzhäuser Straße umsetzbar ist“. Derzeit ist ein Abbiegen nur aus Richtung Saalburg kommend möglich. Alle anderen müssen durch den Ort.

Ziel des FDP-Antrags ist zum einen ein besserer Anschluss der Kita Dornholzhausen II und der neuen Feuerwache, zum anderen die Entlastung der Dornholzhäuser- und der Ricarda-Huch-Straße. Beide sind nicht für viel Verkehr ausgelegt. „Und die Kita ist als Ausweich-Kita konzipiert“, so Tim Hordorff (FDP). Denn es sei zu erwarten, dass in der Zeit, in der die innerstädtische DRK-Kita, das Gonzenheimer Montessori-Kinderhaus oder später die Kita Gartenfeld das Gebäude nutzen, die Kinder vor allem mit dem Auto gefahren werden.

Problem für Kinder und Feuerwehr

Ein Verkehrskonzept gebe es nicht. Dass die Koalition einen fast wortgleichen Änderungsantrag einbrachte, irritierte zunächst oder wie es Hordorff ausdrückte: „Das will mir nicht einleuchten, effektiv wollen wir doch dasselbe.“ Tobias Ottaviani (SPD) erklärte, dass die FDP eine Prüfung im Rathaus über die Möglichkeiten in ihren Antrag eingebaut hatte. „Wir sollten direkt bei der verantwortlichen Behörde vorstellig werden, eine interne Prüfung braucht es nicht.“

Trotz des vorliegenden eigenen Änderungsantrags wollte sich die Koalition dann aber für einen Verweis in den Mobilitätsausschuss aussprechen. Das war einer Ergänzung der BLB geschuldet, die sich für eine „sinnvolle Anbindung“ der Kita mit dem Bus einsetzte. Rafael Schimanski (BLB) hatte dafür geworben, die FDP signalisierte Zustimmung.

Die wollte die CDU in Person von Dr. Clemens Wolf nicht so einfach geben. Die Busanbindung des Stadtteils werde ohnehin diskutiert, man habe eigene Vorstellungen - die Union hatte zuletzt für einen Elektro-Minibus geworben - und man wolle sich mit seinem Koalitionspartner schon noch austauschen . . . „Wir kämpfen für dieselbe Sache, aber wir müssen uns noch absprechen“, erklärte Wolf. Doch die Opposition nahm das Heft des Handelns in die Hand. Noch während Wolfs Beitrag schlossen sich FDP und BLB kurz: Der Wunsch nach einer Abbiegespur könne doch jetzt beschlossen, die Busanbindung im Ausschuss diskutiert werden.

In der Sache schloss sich das Parlament der Aufforderung an, wohl auch vor dem Hintergrund einer vorherigen Anfrage der FDP zu einem Verkehrskonzept für das ebenfalls in der Ecke geplante Beach-Volleyball-Feld und die Dirt-Bike-Strecke. Denn auch diese Projekte könnten zusätzlichen Verkehr mit sich bringen.

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