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Hochtaunus

Hochtaunus: Kriminalstatistik weist mehr häusliche Gewalt aus

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
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Insgesamt ist die Zahl der Straftaten 2020 aber gesunken. Mit entscheidend war dabei offenbar die durch die Corona-Pandemie veränderte Lebenswelt.

Die Kriminalstatistik für das Jahr 2020 im Hochtaunuskreis weist wie schon Jahre zuvor insgesamt eine sinkende Anzahl von Straftaten aus. Wobei ein Bereich jedoch auch einen Anstieg zu verzeichnen hat.

Dem Polizeibericht zufolge unterschritt die Gesamtzahl der Straftaten im Jahr 2018 erstmals den Wert von 10 000 und ging 2019 erneut um 9,5 Prozent zurück. Dieser Trend setzte sich nun im Jahr 2020 fort: Das Gesamtstraftatenaufkommen sank um 377 auf 8698 Fälle.

Dies bedeute auch einen erneuten Rückgang der Häufigkeitszahl, die die statistische Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, ausdrücke, heißt es. Mit 3671 Straftaten pro 100 000 Einwohner – 148 weniger als im Vorjahr – sei sie das sechste Jahr in Folge gesunken. Zum Vergleich: Der Hessenschnitt liegt bei 5446 Zählern. Auch die Aufklärungsquote konnte gesteigert werden. Hier hatte es bereits 2019 einen Anstieg auf 58,7 Prozent gegeben, dieser Wert kletterte im Jahr 2020 nochmals um 4,8 Prozentpunkte auf 63,5 Prozent, womit den Angaben zufolge ein neuer Höchstwert erreicht wurde.

„Ein Ergebnis, das den Bürgerinnen und Bürgern im Hochtaunuskreis zeigt, wie verlässlich ihre Polizei auch in Zeiten einer Pandemie ist“, kommentiert Landrat Ulrich Krebs (CDU) die Statistik. „Die Polizei, die in dieser Zeit bei allen anderen Aufgaben auch eine solch erfolgreiche Kriminalitätsbekämpfung betreibt und dafür sorgt, dass der Hochtaunuskreis einer der sichersten Landkreise in Hessen bleibt, leistet vorbildliche Arbeit.“

Augenscheinlich wirkten sich die Pandemie und ihre Begleiterscheinungen in einigen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens aus. Positiv zu vermerken ist hier, dass es etwa im Bereich der Wohnungseinbrüche einen erheblichen Rückgang gab. Ihre Zahl lag im vergangenen Jahr 41 Prozent unter dem Wert von 2019.

Eine negative Auswirkung der Corona-Pandemie ist jedoch auch zu verzeichnen. Es gab mehr Fälle von häuslicher Gewalt. Die Polizei betont hier, dass man „angesichts des in Familien und häuslichen Gemeinschaften teils deutlich veränderten Lebensalltags auf einen möglichen Zusammenhang“ schließen könne.

Unlängst hatte die Polizei in ihren Kriminalstatistiken für die Stadt Wiesbaden und den Main-Taunus-Kreis ebenfalls eine Zunahme der häuslichen Gewalt festgestellt. pz

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