Nach Anschlag

Hochtaunus: Aktion gegen Antisemitismus

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Die SPD sammelt am Samstag Unterschriften in mehreren Städten im Hochtaunuskreis, um sich mit der Jüdischen Gemeinde in Halle zu solidarisieren.

Der heutige Samstag ist ein symbolträchtiger Tag, es jähren sich unter anderem der Mauerfall 1989 und die Pogromnacht 1938. Die SPD Hochtaunus nutzt diesen Tag in diesem Jahr, um Unterschriften zu sammeln. Diese Aktion soll eine „Mahnung gegen den feigen Anschlag auf die Synagoge in Halle am 9. Oktober“ sein, wie der stellvertretende Vorsitzende Waldemar Schütze erklärt.

Die Unterschriften werden in den Städten Neu-Anspach, Usingen, Steinbach, Oberursel und Bad Homburg gesammelt.

Man sei sich bewusst, dass gerade wegen des 30. Jahrestages der Mauerfall im Fokus stehe, so Schütze, aber: „Wir wollen auch und gerade am Tag des 81. Jahrestages der Pogrome in Deutschland, in dem damals jüdische Einrichtungen, Geschäfte und Synagogen zerstört und geschändet wurden, nicht nur gedenken, sondern auch Flagge zeigen, dass es nicht sein kann, dass wieder durch wachsenden Antisemitismus und Rechtsradikalismus jüdische Einrichtungen angegriffen werden.“

Der Angriff auf die Synagoge in Halle und auch die Ermordung des Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke dürften nicht nur achselzuckend zur Kenntnis genommen werden, fordert Schütze im Namen der SPD.

Um ein Zeichen zu setzen, müssten nicht nur die staatlichen Organe handeln. „Auch die Zivilgesellschaft muss sich gemeinsam dagegenstellen.“

Mit der Unterschriftensammlung will sich die SPD mit der Jüdischen Gemeinde in Halle solidarisieren und mit den vom Anschlag betroffenen Familien trauern. Die gesammelten Unterschriften werden dann mit einer Solidaritätsadresse an die Gemeinde nach Halle gesendet. 

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