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Es war kein Spaß, verwundet in einem Militärlazarett zu liegen - auch wenn diese Feldpostkarte aus der NS-Zeit an die Kollegen in Bad Homburg das Gegenteil suggeriert.  

Bad Homburg

Grüße ans Katasteramt Bad Homburg

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Trouvaille für das Stadtarchiv: Eine Limburger Behörde hat seltene Privatpost aus der NS-Zeit entdeckt, die Soldaten an ihre früheren Kollegen in Bad Homburg geschrieben haben.

Ein Aufenthalt im Militär-Lazarett war im Jahr 1943 mit Sicherheit kein Vergnügen – auch wenn eine Feldpostkarte aus dieser Zeit das Gegenteil zu suggerieren versucht. Sie gehört zu einem umfangreichen Bestand von rund 130 Briefen, Ansichtskarten und Feldpostschreiben, die ehemalige Mitarbeiter des Katasteramtes Bad Homburg im Zweiten Weltkrieg an ihre noch im Dienst befindlichen Kollegen schrieben und die das Amt damals behördengründlich ad acta gelegt hat. So blieben sie erhalten und machten sogar mehrere Umzüge mit.

Jetzt hat das Amt für Bodenmanagement in Limburg als Nachfolger des früheren Katasteramts, das von 1890 bis 2005 in Bad Homburg existierte, diesen Ordner an das Stadtarchiv Bad Homburg übergeben. Es sei ein seltener Fund, sagt Archivleiterin Astrid Krüger. „Auch von den Unterlagen der städtischen Verwaltung hat sich aufgrund der völligen Zerstörung des Rathauses kaum etwas erhalten.“

Diese sehr persönlichen Zeugnisse aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs seien von großem Interesse für die Bad Homburger Stadtgeschichte, sagte Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) bei der Übergabe an das Stadtarchiv. Möglicherweise finde auch der eine oder andere Bad Homburger in dieser Sammlung Schriftstücke eines Verwandten. In den meisten Familien hätten sich nur wenige Dokumente aus der Zeit des „Dritten Reiches“ erhalten, sagte Hetjes.  

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