Unterhaltungscenter

Große Mehrheit für Kino und Club

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Investor Procom kann am Bahnhof bauen. Das Parlament Bad Homburg jedenfalls hat den entsprechenden Verträgen nun zugestimmt.

Mit breiter Mehrheit hat das Bad Homburger Parlament am Donnerstag dem Vertragsentwurf zwischen der Stadt und dem Investor Procom über den Bau eines Unterhaltungscenters mit Kino und Musik-Club zugestimmt. Die Stadt verkauft Procom dafür ein 6500 Quadratmeter großes Areal am Bahnhof, der Investor will dort das entsprechende Gebäude bauen und betreiben.

Er sei „heilfroh“, dass es nun endlich losgehe, sagte CDU-Fraktionschef Oliver Jedynak. Zumal die Vereinbarung kein finanzielles Risiko für die Stadt mehr beinhalte. Das sei bei dem früheren Vertrag mit der Deutschen Anlagen Leasing (DAL) noch anders gewesen, die Verhandlungen waren im Dezember gescheitert.

Auch Jürgen Stamm (SPD) lobte die Vereinbarungen mit Procom. Es werde Zeit, dass in der 56 000-Einwohner-Stadt endlich ein attraktives Angebot für junge Leute entstehe. Derzeit gibt es in Bad Homburg kein Kino.

Dagegen kritisierte der Fraktionsvorsitzende der Bürgerliste (BLB), Armin Johnert, den „blinden Optimismus“ der beiden Koalitionspartner. Vor allem für einen Erfolg des Clubs sehe er schwarz. Auf keinen Fall dürfe die Stadt hierbei als Untermieter auftreten, mahnte er. Auch die geplanten Einzelhandelsflächen sind ihm ein Dorn im Auge.

Offiziell seien zwar nur knapp 1600 Quadratmeter vorgesehen, brutto addiere sich das Ganze aber auf mehr als 2500 Quadratmeter. Ohnehin gehe er davon aus, dass der Investor das Objekt später weiterverkaufen werde. Die BLB stimmte denn auch als einzige Fraktion gegen den Grundstücksverkauf und die Änderung des Bebauungsplans für das Gelände.

Dagegen sprach Peter Münch (AfD) von einem „attraktiven Angebot“, auch wenn er daran zweifle, dass das Kino sich rechnen werde. Wenn alles optimal läuft, könnte der Kinobetrieb Ende 2021 starten. Vorgesehen sind rund 900 Sitzplätze in sieben Sälen, hinzu kommt ein Musik-Club mit Rooftop-Bar sowie ein Parkhaus mit etwa 400 Stellplätzen. Außerdem ist ein Fitnessclub geplant, der sich über mehrere Ebenen erstrecken soll.

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