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Die Grünen wollen weitere Flächen als Gemeinschaftsgärten ausweisen.

Bad Homburg

Gärtnern Bad Homburg

Es sollen weitere Gemeinschaftsgärten auf städtischen Flächen entstehen.

Im Sommer wachsen zwischen Kirdorfer Bach und Alter Sattelfabrik Gemüse und Blumen. Dort betätigen sich Bürger als Hobby-Gärtner. Das Gelände ist offen, die einzelnen Parzellen nicht umzäunt. Der größte Teil des Areals gehört der Stadt. Geht es nach den Grünen, sollen auch auf städtischen Flächen in anderen Stadtteilen Gemeinschaftsgärten entstehen. Einem entsprechenden Antrag haben die Stadtverordneten – mit Ausnahme von Peter Münch, AfD – zugestimmt.

In dem Antrag heißt es, der Magistrat möge prüfen, auf welchen städtischen Flächen sich Bürger gärtnerisch betätigen können oder welche Flächen für weitere Gemeinschaftsgärten zur Verfügung gestellt werden könnten. „So können wir Natur und Stadt einander näherbringen und Kindern erklären, dass Möhren nicht im Supermarkt-Regal wachsen“, sagt Grünen-Fraktionschefin Daniela Kraft. Eine Idee, die sich auch im aktuellen CDU-Wahlprogramm wiederfinde, sagte der Fraktionsvorsitzende der Union, Oliver Jedynak – daher werde die CDU zustimmen.

„Eine gute Idee“, sagte auch Beate Denfeld für die SPD. Auch wenn diese als „Urban Gardening“ in größeren Städten seit einigen Jahren als Trend wieder auferstanden sei, habe sie doch in Bad Homburg schon seit mehr als 100 Jahren Tradition. Immer habe es an den Ortsrändern „Grabeland“ gegeben, wo Gemüse angebaut wurde und aktuell noch werde. Die SPD habe sich Gedanken zum Thema Stadtgärten gemacht. Bei den in Frage kommenden Flächen müsse man schauen, was dort angebaut werden könne. „Nicht überall passen zum Beispiel Bohnenstangen hin.“ Außerdem solle die Verwaltung auch bei den Kleingartenvereinen im Stadtgebiet nachfragen – vermutlich gebe es dort freie Parzellen. Und es lohne auch, mit den Wohnungsbaugesellschaften das Gespräch zu suchen: Auf den oft öden Grünflächen zwischen den Gebäuden könnten auch Blumen angebaut werden.

In einigen Städten bieten Landwirte Saisongärten an. Für eine Pacht zwischen 100 und 200 Euro säen und pflanzen sie schon Gemüse an, das die Hobbygärtner hegen und ernten dürfen, und stehen für Fragen zur Verfügung. Auch in Bad Homburg gibt es Saisongärten: Der Lindenhof am Rande von Ober-Eschbach verpachtet bereits seit sechs Jahren für die jeweilige Sommersaison Stücke seiner Ackerflächen. Fast alle 20 Parzellen seien vergeben, sagt Initiatorin Sabine Rieß. Bei Bedarf weise sie jedoch weitere Flächen aus. diu

Sabine Rieß vom Lindenhofist erreichbar unter der Nummer 06172/43283 oder per Mail lindenhof.riess@web.de.

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