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Frische Farben im alten Casino

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Von: Andrea Herzig

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Senfgelb ist die neue Farbe im Casino.
Senfgelb ist die neue Farbe im Casino. © Michael Schick

Der erste Teil der Renovierungsarbeiten in der Bad Homburger Spielbank ist abgeschlossen. Das Casino hat eine raffinierte Beleuchtung und ein neues Farbkonzept bekommen. Als nächstes werden Bar und Restaurant renoviert.

Der erste Teil der Renovierungsarbeiten in der Bad Homburger Spielbank ist abgeschlossen. Das Casino hat eine raffinierte Beleuchtung und ein neues Farbkonzept bekommen. Als nächstes werden Bar und Restaurant renoviert.

Lutz Schenkel und Petra Munzel gucken durch die blickdichten langen Stores des Restaurants nach draußen in den Kurpark. Auch der Spielbank-Manager und seine Architektin können nicht alle Probleme auf einmal lösen. Eine „siebenstellige Summe“ hat die Spielbank bis jetzt in ihr frisches, neues Gewand investiert, berichtet Schenkel, dazu 1200 Quadratmeter Teppich verlegt, Wände bespannt, repräsentative Spiegel gesucht, über Farbkonzepten gebrütet – das Problem da draußen muss einfach warten.

Vor dem Fenster steht ein Gitter aus Metall, das wie ein überdimensionierter Jägerzaun anmutet. Es umfasst den gesamten Anbau aus den 90er Jahren an das alte, denkmalgeschützte Gebäude des Casinos. Das kann man rechtlich nicht einfach abreißen, bedauert Schenkel, aber irgendwann hofft er, dieses Gitter mal loszuwerden. Besser zu dem, was bereits geschafft ist: Der erste Teil der Renovierungsarbeiten ist abgeschlossen, im Januar 2014 geht es dann weiter.

Frischer Wind soll durch das Haus wehen, ein Farbwechsel. Aus dem gediegenen Gold, Rot und Weiß der 80er und 90er Jahre werden Farbtöne von Rot bis Anthrazit, die sich von Raum zu Raum stärker abwechseln sollen als bisher. Das klassische, satte Rot findet sich bei den Roulette-Tischen wieder. Rot steht für die Leidenschaft im Spiel und ist „die Glücksfarbe der Asiaten“, sagt Schenkel.

Beleuchtung mit Farbwechsel

Bei den automatischen Roulette-Tischen, „eine von drei Anlagen in Deutschland“, sind die Wände in kühlerem Anthrazit gestrichen, bei der abgedunkelten Automatenhalle mischt sich „Apricot und Senf“ in die Wände. Aufwendige LEDs sind zur indirekten Beleuchtung verlegt. Je nach Stimmung oder Jahreszeit, erklärt Architektin Munzel, kommt der Farbwechsel.

Den Spielautomaten-Saal haben die Betreiber völlig umgekrempelt, bequeme schwarze Stühle ersetzten die alten roten, man kann sich besser in eine Ecke zurückziehen, sitzt nun nicht mehr entlang der Wand wie ein Huhn auf der Stange.

Besonders stolz ist man auf die ausgeklügelte Beleuchtung im klassischen Roulettesaal, die alten „Galgen“ mit den Bogenlampen und Troddeln sind verschwunden, der Blick in den Saal ist frei. Eine Firma aus Warburg installierte eine ausgeklügelte Belichtung der Tische über Spiegel in der Decke, 25 000 Euro netto hat allein dieses Detail gekostet.

Die Spielbank will sich breiter aufstellen. Unterhaltung bieten ist das Geschäftsmodell der Zukunft. Das Spielen ist nur ein Teil davon. Deshalb sind beim nächsten Facelifting die Bar, das Restaurant mit seiner weiß-goldenen Glamour-Anmutung aus dem Zeitalter von „Dallas“ und „Denver-Clan“ sowie die tiefrote Tanz-Lounge im Obergeschoss dran.

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