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Ein weiterer Ausbau der Solarenergie wie hier am Bad Homburger Kronenhof ist vielerorts möglich.
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Ein weiterer Ausbau der Solarenergie wie hier am Bad Homburger Kronenhof ist vielerorts möglich.

Kreistag

Erneuerbare Energien und innovative Antriebe

  • VonHarald Konopatzki
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Das energiepolitische Leitbild des Hochtaunuskreises zeigt die Eckpunkte aktueller und künftiger Anstrengungen auf.

Über acht Jahre ist es her, dass die Grünen im Kreistag den Kreisausschuss beauftragen wollten, ein energiepolitisches Leitbild zu erarbeiten. Das Leitbild sollte „die Bereiche der Energiewende umfassen, die der Hochtaunuskreis gemeinsam mit den Städten und Gemeinden sowie den Bürgerinnen und Bürgern beeinflussen kann“. Es sollte „die Handlungsfelder aufzeigen, mögliche Maßnahmen benennen und einen Zeitplan aufstellen“.

Jetzt liegt das „Erweiterte Energiepolitische Leitbild“ vor, am 1. Juli ist es auf der Tagesordnung des Ausschusses für Bau-planung, Verkehr und Umwelt. „Die drastischen Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Lebensgrundlagen, die Natur und unsere allgemeinen Lebensbedingungen führen uns immer eindrücklicher vor Augen, welcher massive Handlungsbedarf besteht“, heißt es darin.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Nutzung erneuerbarer Energien. Auch wenn der Taunus nicht der klassische Ort sei, an dem sich größere Wasserkraftwerke lohnten, soll diese Energieform in den kommenden Jahren erwogen werden – in Form von Wasserwirbelkraftwerken, die auch bei niedrigem Durchfluss noch Energie liefern. Vorstellbar wäre diese Technik etwa am Abfluss von Kläranlagen.

Auch für die Windkraft sieht das Leitbild Einsatzmöglichkeiten abseits der ausgewiesenen Vorrangflächen – und zwar in Form von Kleinwindkraftanlagen. Diese seien deutlich kleiner als die herkömmlichen Windräder. Je nach Bauart könnten sich Anlagen eignen, abgelegene Gebäude, bei denen der Eigenverbrauch eine große Rolle spielt, zu versorgen. Doch auch innerhalb der Siedlungen könnte die Windkraft eine probate Ergänzung sein.

Ausbaufähig sei auch die Nutzung der Sonnenenergie. So will der Kreis alle kreiseigenen Liegenschaften daraufhin überprüfen, ob die Installation von Photovoltaikanlagen oder thermischen Solaranlagen möglich und sinnvoll ist.

Als „eine der vielfältigsten Möglichkeiten zur Energiegewinnung über erneuerbare Energien“ sieht das Leitbild die Nutzung von Biomasse – ob mit Holzhackschnitzeln oder mit der Verwertung von Schnittgut von kommunalen Mäharbeiten. „Um eine entsprechende Nutzung organischer Reststoffe effizient zu gestalten, bietet sich das Konzept einer regionalen beziehungsweise kommunalen Selbstversorgung an.“ Heißt: Die Kommunen können durch den Bau eigener Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung die anfallende Biomasse „für die lokale und klimafreundliche Versorgung mit Wärme und Strom nutzen“.

Die umwelt- und klimaschonende Mobilität ist ein weiterer Eckpfeiler des Leitbilds, bei dem man großen Nachholbedarf ausgemacht hat. Es sei „sinnvoll, die schrittweise Umstellung von Verbrennungsmotoren auf alternative Antriebstechniken zu unterstützen“. Dabei soll sowohl die batteriebasierte Elektromobilität als auch die Wasserstofftechnik im Blick behalten werden. Um Alternativen zum motorisierten Individualverkehr zu schaffen, gelte es unter anderem, eine höhere Taktfrequenz auf bestehenden Buslinien zu prüfen und kostengünstige ÖPNV-Angebote für alle Bürger zu entwickeln. Das Radverkehrskonzept soll umgesetzt, Radwege sollen ausgebaut und vernetzt werden.

Ein Zeitplan für die Maßnahmen ist nicht Bestandteil des Leitbildes.

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