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Ende des Ramadans im Herzen der Stadt

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Von: Fabian Böker

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Die türkisch-islamische Gemeinde in Bad Homburg feiert vor dem Kurhaus öffentlich das Fastenbrechen am Ende des Ramadan. Etwa 600 Menschen nehmen an dem festlichen Mal teil.

Die türkisch-islamische Gemeinde in Bad Homburg feiert vor dem Kurhaus öffentlich das Fastenbrechen am Ende des Ramadan. Etwa 600 Menschen nehmen an dem festlichen Mal teil.

Dass in der Bad Homburger Innenstadt Menschen zum Essen zusammenkommen, ist nicht ungewöhnlich. Dönerläden, Restaurants oder Asia-Imbisse laden dazu ein, in gemütlicher Runde sein Mahl zu sich zu nehmen. Am Mittwochabend aber spielte sich ein alles andere als gewöhnliches Schauspiel ab. Die türkisch-islamische Gemeinde Bad Homburg hatte zum öffentlichen Fastenbrechen am Ende des Ramadan geladen, und etwa 600 Gäste waren dieser Einladung gefolgt.

Die Tische auf dem Vorplatz des Kurhauses waren gedeckt. Nicht unbedingt festlich, eher funktional: Rote Papiertischdecken, farblich passende Servietten, Plastikbesteck sowie Teller. Dazu standen Kleinigkeiten wie Datteln, Faldenbrot oder Baklava – süßes Gebäck – auf den Tischen. Die ersten nicht-muslimischen Gäste konnten nicht widerstehen und griffen zu.

Das offizielle Fastenbrechen – Iftar genannt – fand erst um 21.07 Uhr statt. Zu diesem Zeitpunkt war die Sonne gerade untergegangen und somit die Phase des Verzichts beendet. Die Besucher auf dem Kurhausvorplatz ließen sich Linsensuppe, Putenbraten, Bulgur und Salat schmecken und kamen dabei ins Gespräch.

Menschen kommen ins Gespräch

Diese Gespräche, vor allem die zwischen Muslime und Nicht-Muslime, sind ein wichtiges Anliegen der türkisch-islamischen Gemeinde. Sie nutzt seit drei Jahren das letzte Fastenbrechen des Ramadan bewusst zur öffentlichen Begegnung mit den Mitmenschen, in diesem Jahr erstmals auf dem Platz vor dem Kurhaus. Bislang fand das Iftar auf dem Marktplatz statt.

Selami Sahin, Vorsitzender der türkisch-islamischen Gemeinde Bad Homburg, dankte in seiner Rede dann auch der Stadt dafür, dass sie es ermöglicht hat, noch mehr ins Zentrum der Stadt vorzudringen.

Oberbürgermeister Michael Korwisi nahm diesen Gedanken in seiner Rede auf und machte deutlich, dass ein öffentlich zelebriertes muslimisches Fest ein Zeichen für die Integration in die Gesellschaft sei. Es handele sich um „ein Fest für Bad Homburg und mit den Bad Homburgern“, so der OB.

Begleitet wurde der Abend von Tanz- und Musikdarbietungen. Die Besucher ließen sich auch vom temporär einsetzenden Regen nicht irritieren und genossen das Essen in multikultureller Gesellschaft.

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