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Kinder und ihre Eltern hatten am Sonntag Spaß auf dem künstlichen Eis im Kurpark.  

Bad Homburg

Eiswinter in Bad Homburg geht in die letzte Runde

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Das Finale mit „Kids Icebyk Challenge“ und Ortsprominenz erfolgt auf dünnem Eis im Kurpark Bad Homburg.

Ordnung muss sein. Immer schön im Gegenuhrzeigersinn. Immer links herum, wie überall auf öffentlichen Eisbahnen, das funktioniert auch beim Kreiseln um die Heilquelle des alten Kaiserbrunnens fast perfekt. Weil sich die meisten Kufenflitzer an die Spielregeln halten, wenn nicht mal kurzfristig jugendliches Testosteron übersprüht beim heißen Flirt auf kaltem Eis. Contenance allenthalben, das passt zum historischen Winterambiente zwischen Kaiser-Wilhelms-Bad und Spielbank im Kurpark zu Bad Homburg.

„Alles Gute zum 5. Geburtstag“, in der Einladung zum „Bad Homburger Eiswinter“ haben sich Stadt und Kur schon mal selbst beglückwünscht zu ihrer Idee der Wiederbelebung alter Winterfreuden im Kurpark. Das lassen sie sich was kosten, der Werbefaktor ist immens und der Spaßfaktor hoch. In der Vorweihnachtszeit lässt sich Eislaufen mit dem Besuch des schnuckeligen Weihnachtsmarktes im Landgrafenschlosshof kombinieren. Der „Almstadl“ vor dem Kurhaus hat am Wochenende geschlossen. Das Konzept kommt an, die Besucherzahlen steigen auch ohne Winter im Kurpark. Auf der Eisbahn wurden bis zum Jahreswechsel schon über 13 000 Gäste gezählt, im vergangenen Winter waren es im gleichen Zeitraum knapp 11 000 Besucher. „Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden, das Wetter hat in diesem Jahr gut mitgespielt“, sagt Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU).

Der „Bad Homburger Eiswinter“ geht in die finale Woche. Bevor die bunten Lichter im Kurpark ausgehen, geht am kommenden Sonntag, 12. Januar, von 19 bis 21 Uhr noch einmal die Ortsprominenz aufs Eis, um bei der „Benefiz Icebyk Challenge“ Geld einzufahren. Montags bis donnerstags ist die Eisbahn von 14 bis 20 Uhr geöffnet, freitags von 14 bis 21 Uhr sowie an Samstagen und Sonntagen ab 10 Uhr. Erwachsene zahlen fünf Euro, Kinder bis 15 Jahre drei Euro. 

Nun ja, Wetterfragen sind Einstellungssache. Nach Winter und Eiszeit fühlt es sich bei Plusgraden im Nieselregen auch am vorletzten Wochenende des „Eiswinter“ noch nicht an. Macht nichts, die nötigen Accessoires werden ja geboten, die Winterillusion kommt auf dem etwa 500-Quadratmeter-Areal aus beleuchtetem und manchmal auch glänzendem Kunsteis so romantisch wie versprochen daher. Das Licht der Scheinwerfer wechselt smart die Farben, nur die mächtigen Bäume, die sonst ihre Äste Richtung Kaiserbrunnen recken, werden nur rot angestrahlt.

Es geht ruhig zu am frühen Abend im leichten Niesel, immer links herum, damit man sich beim Kreiseln nicht in die Quere kommt. Die Mädels mit dem Smartphone in der einen Hand und den Jungs im anderen Auge, jene natürlich cooler, mit Imponiergehabe und mit kratzenden Kufen. Die Kinderstunde ist fast schon vorbei, die blauen und roten Rentiere zum Schieben warten im Stapel, auch die Seelöwen als Hilfsmittel für die erste Generation auf dem Eis sind kaum gefragt. Auf der abgetrennten Fläche fürs Eisstockschießen schießen sich die ersten Paar-Konstellationen warm.

Geht der Oberbürgermeister beim Finale auch aufs Eis? Eine Frage, die am Rande bewegt. Bei der „Benefiz Icebyk Challenge“ am kommenden Sonntag ab 19 Uhr will die Ortsprominenz aus Politik und Wirtschaft ihr Können auf dem Eis unter Beweis stellen. Es geht darum, möglichst schnelle Runden um den Kaiserbrunnen zu fahren, auf einem Gefährt, das vorne Fahrrad ist und hinten zwei Schlittschuhkufen hat.

Der Förderverein Kinderklinik Bad Homburg veranstaltet den Wettbewerb, die Zuschauer können auf ihren persönlichen Favoriten setzen und damit den Förderverein finanziell unterstützen. Kinder können ihre Kunst mit dem „Icebyk“ schon am Donnerstag, 9. Januar, zwischen 15.30 und 18 Uhr unter Beweis stellen. Sie müssen mindestens 1,40 Meter groß und dürfen höchstens 18 Jahre alt sein.

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