Bad Homburg

Diebstahl und Unterschlagung

Eine mehrjährige Haftstrafe soll ein ehemaliger Spielbank-Angestellten in Bad Homburg verbüßen.

Einen früheren Mitarbeiter der Spielbank Bad Homburg hat das Landgericht Frankfurt wegen Diebstahls und Unterschlagung in Millionenhöhe zu zwei Jahren und elf Monaten Haft verurteilt. Der 28-Jährige hatte Anfang 2018 zunächst Fremdwährungen aus dem Kasinotresor entnommen und später Bargeldeinnahmen beiseitegeschafft. Der Schaden für das Kasino betrug mehr als eine Million Euro.

Laut einer psychiatrischen Expertise gilt der Mann als hochgradig spielsüchtig. Das Gericht ging deshalb von eingeschränkter Schuldfähigkeit aus, was sich strafmildernd auswirkte. Darüber hinaus wertete es das fehlende „Kontroll- und Risikomanagement“ der Spielbank zu seinen Gunsten – obwohl er erst kurze Zeit als Assistent der Geschäftsführung tätig war, hatte er ungehinderten Zugang zu den Geldbeständen. 

Das entwendete Bargeld verspielte er zum größten Teil in einer anderen Spielbank. Zudem leistete er sich ein großes Auto und teure Kleidung. Vor Gericht zeigte er sich umfassend geständig. Im Strafmaß orientierte sich das Gericht an dem Antrag der Verteidiger. Die Staatsanwaltschaft wollte eine Strafe von drei Jahren und acht Monaten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. (dpa)

AZ 7350 Js 204 778 /19

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare