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Dem Gedenken einen Ort geben

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Angehörige und Verwandte der Familie Ackermann zeigen die Stolpersteine, die an ihre Vorfahren erinnern. Priedemuth
Angehörige und Verwandte der Familie Ackermann zeigen die Stolpersteine, die an ihre Vorfahren erinnern. Priedemuth © Priedemuth

Neue Stolpersteine auf der Louisenstraße erinnern an Familie Ackermann

Bad Homburg - Es war bereits die sechste Stolperstein-Verlegung, zu der sich die Initiative Stolpersteine jetzt traf, um die Gedenksteine für die Familie Ackermann vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Louisenstraße 23 einzusetzen. Der Künstler Gunther Demnig war gekommen, um die Stolpersteine für die Familie Ackermann sowie Schwiegermutter Mina Götz zu verlegen.

Neben Bürgern, Vertretern der Politik und Dekan Michael Tönges-Braungart waren zudem Nachfahren der Familie aus den Vereinigten Staaten und Israel sowie Schüler gekommen. „Es ist wichtig, dass die Jugend involviert ist“, betonte Stadtverordnetenvorsteher Dr. Alfred Etzroth (CDU). Durch sie werde die Erinnerung in der Gesellschaft als Mahnmal weitergetragen. Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak (CDU) zollte den Schülern Anerkennung. Angesichts des zunehmenden Antisemitismus sei es wichtig, „dass ihr die Flagge hochhaltet, dagegen steht und Verantwortung übernehmt für künftige Generationen.“ Auch Dr. Thomas Kreuder, SPD-Stadtverordneter und Gründungsmitglied der Initiative Stolpersteine, wandte sich an die Schüler: „Seien Sie wachsam und sorgen Sie dafür, dass diese Gesellschaft demokratisch und freiheitlich bleibt.“

„Erinnern ist wichtig“, unterstrich auch Dekan Tönges-Braungart - erinnern an die Verbrechen des Dritten Reiches, an die Opfer, an die Mechanismen, die das System ermöglichten. Shlomo Smuelov, ein angereister Nachfahre der Familie Ackermann, erzählt, dass er Deutschland damals mit einem düsteren Ort in Verbindung brachte. Aber: „Während der 60er bis 80er Jahre habe ich gelernt, dass sich das Land sehr verändert hat.“ Es sei nicht leicht gewesen aufgrund der Vergangenheit. „Heute möchte ich danke sagen dafür, was die Stadt für die Familie tut.“

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