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Übers Casino kommt nicht mehr so viel Geld rein.
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Übers Casino kommt nicht mehr so viel Geld rein.

Bad Homburg Haushalt

Casino ist keine sichere Bank

  • VonAndrea Herzig
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Beim Haushaltsabschluss für das vergangene Jahr gibt es in Bad Homburg keine Überraschungen. Er ist positiv. Doch Sorgenkind in den Finanzen der Stadt ist die hundertprozentige Stadttochter Kur- und Kongress GmbH.

Beim Haushaltsabschluss für das vergangene Jahr gibt es in Bad Homburg keine Überraschungen. Er ist positiv. Doch Sorgenkind in den Finanzen der Stadt ist die hundertprozentige Stadttochter Kur- und Kongress GmbH.

In einem ist sich Kämmerer Karl Heinz Krug sicher: Nur ein Haushalt, der realistisch geplant ist, ist ein guter Haushalt. Deshalb beeindruckt es den SPD-Bürgermeister wenig, wenn andere Kommunen bei ihren Endabrechnungen plötzlich viel besser dastehen als geplant.

Krug hat genau geschätzt, „punktgenau“ steht über der Pressemitteilung zu den Steuereinnahmen für 2013, und auch sonst kommt’s fast überall so raus, wie der Kämmerer und seine Abteilung im Entwurf ausgerechnet haben. Der Haushalt schließt positiv ab, 8,6 Millionen Euro über den Ausgaben.

Davon rechnet Krug noch „Sondereffekte“ runter, wie den Verkauf den Rathauses für etwa 14 Millionen Euro. Für 16 Millionen hatte man es erstanden, zwei Millionen werden 2013 abgeschrieben. Außerdem steht da eine Sonderabschreibung bei der Kur- und Kongress GmbH von 2,6 Millionen. Die hundertprozentige Tochter hatte die Stadt über die Jahre mit Kapital gestützt. Seit 2009 addierten sich so neun Millionen Euro. Zusammen mit weiteren Berichtigungen kommt Krug unterm Strich auf ein Haushaltsergebnis von zwei Millionen für 2013, die finale Abrechnung werde er Ostern 2015 vorlegen, sagt der Kämmerer.

Spielsalons als Konkurrenz

Sorgenkind in den Finanzen der Stadt Bad Homburg ist die hundertprozentige Stadttochter Kur- und Kongress GmbH (KuK). Einer der Gründe für das Minus bei der Kur- und Kongress ist das Casino, dessen fette Jahre offenbar vorbei sind. Seit einem guten Jahr gehört die Spielbank der Stadt. Das Casino wird von der KuK betrieben, verdient die Spielbank wenig, fehlt das Geld der KuK. Das Steueraufkommen aus der Spielbank steht mit 5,3 Millionen Euro im Plan, unterm Strich sind es 2013 aber nur 3,3, Millionen, belegt Krug.

Die Geschäfte der Casinos seien bundesweit schlechter geworden, argumentiert OB Korwisi. Jürgen Stamm, Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtparlament und im Verwaltungsrat der KuK, sieht in den Spielsalons der Umgebung Konkurrenz zum Casino, auch wenn Bad Homburg in den letzten Jahren viel in das „kleine Spiel“ mit den Automaten investiert habe.

Um das Sorgenkind Kur- und Kongress, kündigten Krug und Korwisi an, werde man sich nun intensiv kümmern müssen. Das heißt, dass alle Bereiche der GmbH unter die Lupe genommen und auf ihre Wirtschaftlichkeit untersucht werden sollen.

Ob die GmbH all ihre jetzigen Aufgaben tatsächlich übernehmen muss oder manche an die Stadt zurückverlagert werden könnten, soll geprüft werden. Zur KuK gehören so unterschiedliche Bereiche wie das Stadtmarketing, der Betrieb der Parkhäuser und des Kulturbahnhofs, die Klinik Dr. Baumstark, die Tourist-Info oder eben auch das Casino.

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