Bad Homburg

Bedarf für Kinderklinik in Bad Homburg neu ermitteln

Das Bemühen um eine Kindernotfallversorgung an den Hochtaunus-Kliniken geht weiter. Nun gab es ein Gespräch mit Hessens Sozialminister.

Sie geben die Hoffnung nicht auf: Noch immer bemühen sich Politiker auf Landes- und kommunaler Ebene um eine Kindernotfallversorgung an den Hochtaunus-Kliniken. Dieser Tage hat es dazu ein weiteres Gespräch mit Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) gegeben. So viel vorweg: Der Durchbruch ist nicht gelungen – beerdigt wurde das Thema allerdings auch nicht.

Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Frage, ob es einen ausreichenden Bedarf für eine derartige Einrichtung im Hochtaunuskreis gibt. Laut dem Bettenbedarfsplan des Landes ist das nicht der Fall.

Allerdings wachsen der Taunus und die ganze Region zurzeit sehr dynamisch, so dass die Rechnung bei einer neuen Festlegung ganz anders aussehen könnte.

Bei dem jüngsten Gespräch in Wiesbaden, an dem außer Vertretern des Hochtaunuskreises und der Stadt Bad Homburg auch der Landtagsabgeordnete Holger Bellino (CDU) teilgenommen hat, wurde daher vereinbart, dass Kreis und Stadt den Bedarf noch einmal genau ermitteln.

Die Auswertung soll vor allem auch eine Prognose der künftigen Einwohnerzahl des Hochtaunuskreises beinhalten. „Es geht ja nicht nur um das, was ist, sondern auch um das, was kommt“, betonte Bellino. Wenn die neuen Zahlen vorliegen, soll es erneut Gespräche zwischen den Vertretern von Land, Kreis und Stadt geben.

Sozialministerium muss Kooperation zustimmen

Geht es nach den Vorstellungen der Taunus-Politiker und des Fördervereins Kinderklinik, dann wird es an den Hochtaunus-Kliniken in Bad Homburg künftig eine Dependance der Kinderklinik Höchst mit einer kleineren Anzahl von Betten für die kleinen Patienten geben, Dadurch soll eine ortsnahe Notfallversorgung rund um die Uhr gewährleistet werden. Die Kooperation, für die der Hochtaunuskreis, die Stadt Bad Homburg und der Förderverein Mittel bereitgestellt haben, setzt allerdings die Zustimmung des Sozialministeriums voraus.

Gut möglich allerdings, dass das Projekt durch eine Gesetzesänderung Rückenwind bekommt. Zwischen Bund und Ländern wird derzeit über neue Fristen in bestimmten Bereichen der Notfallmedizin verhandelt. Dabei ist auch die Erreichbarkeit von Kliniken, die eine Notfallversorgung für Kinder bieten, eines der Themen. Sollte der Gesetzgeber dafür kürze Fristen und damit kürzere Wege vorschreiben, würde das womöglich einen Standort im Hochtaunuskreis notwendig machen. (mak)

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