Bad Homburg

46 Bäume werden in Bad Homburg gefällt

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Ein Gutachten hat fehlende Sicherheit festgestellt. Insgesamt sind sogar mehr als 100 Bäume im Stadtgebiet betroffen.

In diesem Monat werden im Stadtgebiet 46 Bäume gefällt. Das ist die voraussichtliche Folge eines Gutachtens, das die Stadt in Auftrag gegeben hat.

Grund dafür waren die beiden vergangenen heißen und sehr trockenen Sommer, die nicht nur dem Stadtwald, sondern auch den Bäumen an den Bächen im Stadtgebiet stark zugesetzt haben, heißt es in einer Mitteilung. Nun, nachdem das Gutachten vorliegt, hat die Stadt die Baumfällungen in Auftrag gegeben, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.

Laut des Gutachtens sind sogar insgesamt mehr als 100 Bäume so stark geschädigt, dass sie nicht mehr als stand- und bruchsicher eingestuft werden können. Da sich diese Bäume auf eine Strecke von etwa 20 Kilometern entlang der Bäche verteilen, werden voraussichtlich keine großen Lücken im Baumbestand entstehen, so die Stadt. Kompensiert werden soll der Verlust durch Naturverjüngung und das Setzen von Jungbäumen. Erst kürzlich wurden bereits im Ortskernbereich von Ober Erlenbach 50 Jungerlen nachgepflanzt, die zuvor aus anderen Gewässerabschnitten entnommen worden waren.

Die ersten 46 Fällungen laufen bereits. Die Bäume stehen entlang von Straßen und Wegen sowie im Umfeld der unmittelbaren Bebauung, die Fällungen sollen rund drei Wochen dauern.. Die weiteren Bäume, die derzeit keine unmittelbare Gefahr darstellen, werden dann von Oktober an gefällt. Bis dahin stehen diese Bäume unter verstärkter Beobachtung.

Ein besonderes Augenmerk bei den Fällarbeiten liegt auf dem Artenschutz, da einzelne Vogelarten ihr Brutgeschäft bereits begonnen haben. Daher werden die Bäume vor der Fällung auf brütende Vögel in Nestern oder Bruthöhlen untersucht. Sollte ein Besatz festgestellt werden, so wird unter Hinzuziehung von Fachleuten eine Umsiedelung oder aber das Aussetzen der Fällung abgestimmt.

Die Stadt Bad Homburg nehme den Natur- und Artenschutz sehr ernst, weist jedoch darauf hin, dass der Bevölkerungsschutz rechtlich höher zu bewerten sei. Dies entspreche auch der Auffassung des Bundes- sowie des Hessischen Naturschutzrechts. 

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