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„Schützen Sie sich und andere.“
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„Schützen Sie sich und andere.“

Bad Homburg

Antike im Bann der Pandemie

  • Meike Kolodziejczyk
    vonMeike Kolodziejczyk
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Bad Homburg „Überraschend viele“ Gäste kamen im Pandemiejahr 2020 in das Saalburgmuseum, bilanziert Direktor Carsten Amrhein.

Mit strengem Blick zeigen die römischen Soldaten, wie es geht: Auf ihren Schilden stehen unter dem Appell „Schützen Sie sich und andere“ die Hygieneregeln, die zu befolgen hat, wer Einlass begehrt. Doch das tut derzeit niemand, denn die Pforten sind dicht. Auch das Saalburg-Kastell stand 2020 im Bann der Corona-Pandemie – wie auch weiterhin.

Die zwei Römerfiguren wurden nach dem Lockdown im Frühjahr aufgestellt. Vom 2. Mai bis 1. November vergangenen Jahres war die Saalburg geöffnet. Wie das Freilichtmuseum in seinem Jahresrückblick mitteilte, kamen in den Monaten der Öffnung 75 000 Besucher:innen in das Kastell am Limes bei Bad Homburg. Das seien „überraschend viele“ gewesen, „deutlich mehr als sonst in diesem Zeitraum“, sagt Direktor Carsten Amrhein der Frankfurter Rundschau. Vor allem Familien mit Kindern hätten die Angebote des archäologischen Parks genutzt.

Etwa 120 000 Gäste zählt die Saalburg in normalen Jahren, 2020 hatte sie aber nur an etwa 60 Prozent der ansonsten üblichen Tage geöffnet. Die finanziellen Einbußen lägen „im unteren sechsstelligen Bereich“, vor allem, weil Führungen und Abendveranstaltungen weggefallen seien.

Abwechslung vom Alltag in Homeoffice und Homeschooling sowie „ein bisschen Urlaubsgefühl an der frischen Luft“ nennt das Museum als Gründe für den relativen Andrang in Sommer und Herbst. Und natürlich die am 26. Juni eröffnete Sonderausstellung „Hammer! Handwerken wie Kelten und Römer“. Die Schau, gefördert vom Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main und entstanden in Kooperation mit der Keltenwelt am Glauberg, soll wegen ihres Erfolgs noch bis 24. Oktober 2021 zu sehen sein. Dazu müssen die Kastelltore aber wieder öffnen.

„Ich traue mir keine Prognose zu, wann es wieder weitergeht und, wenn es denn so weit ist, wie es weitergeht“, sagt Carsten Amrhein. Ein Jahresprogramm für 2021 sei wegen dieser „unsicheren und nicht planbaren Situation“ noch nicht aufgestellt worden. Das Team der Saalburg habe aber die Zeit der Schließung genutzt, um Arbeiten zu erledigen, die im Museumsalltag oft zu kurz kommen: Vitrinen wurden gereinigt, Funde inventarisiert, neue Formate entwickelt. Und auch in Sachen Digitalisierung hat sich die Saalburg neu aufgestellt und lädt ein, die Antike online zu entdecken. Bis es irgendwann wieder in natura möglich ist.

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