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Langnickel ist nicht mehr Fraktionsvorsitzender der AfD im Hochtaunuskreis.

Hochtaunus

AfD-Fraktionschef Langnickel tritt zurück

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Thomas Langnickel zieht nach dem pressefeindlichen Hetz-Post auf der Facebook-Seite seiner Kreistagsfraktion persönliche Konsequenzen.

Thomas Langnickel ist nicht mehr Fraktionsvorsitzender der AfD im Hochtaunuskreis. Er habe sein Amt zur Verfügung gestellt und gleichzeitig auch sein Mandat als Mitglied des Kreistags aufgegeben, bestätigte der Parteivorsitzende der AfD im Hochtaunuskreis, Peter Lutz, am Donnerstag im Gespräch mit der FR.

Langnickel selbst war gestern nicht zu erreichen. Offenbar zieht er mit seinem Rücktritt die Konsequenzen aus dem pressefeindlichen Post, der Anfang der vergangenen Woche auf der Facebook-Seite der Kreistagsfraktion veröffentlicht worden war und für große Aufregung gesorgt hat.

„Bei uns bekannten Revolutionen wurden irgendwann die Funkhäuser sowie die Presseverlage gestürmt und die Mitarbeiter auf die Straße gezerrt. Darüber sollten die Medienvertreter hierzulande einmal nachdenken, denn wenn die Stimmung endgültig kippt, ist es zu spät!“, hatte es darin geheißen.

Dilettantische Katastrophe

Als „dilettantisch“ und „Katastrophe“ bezeichnet Peter Lutz das Statement. Deshalb habe die Kreistagsfraktion, der auch Lutz angehört, ihre Facebook-Seite inzwischen geschlossen. Und als Verantwortlicher für den Auftritt habe Langnickel nun persönlich die Konsequenzen gezogen.

Das hatte zuvor bereits Fraktionsmitglied Peter Münch gefordert. Langnickel habe mit dem umstrittenen Post „quasi selbst den Endpunkt einer Reihe von Fehlleistungen gesetzt“, schreibt der frühere Landessprecher Münch auf seiner eigenen Facebook-Seite.

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