Kriminalität

Automatensprenger in Königstein vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen einen Niederländer. Er soll einen Bankautomaten in die Luft gejagt haben - die Beute ging jedoch unterwegs verloren.

Weil er im vergangenen September in Königstein einen Geldautomaten in die Luft gesprengt haben soll, hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen einen 29-jährigen Niederländer erhoben. Dem Mann werden das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, Diebstahl und Sachbeschädigung vorgeworfen.

Bei der Attacke auf den Geldautomaten am 16. September 2018 entstand ein hoher Schaden, die Täter mussten allerdings ihre Beute zurücklassen.

Der Beschuldigte hatte laut Staatsanwaltschaft wohl zwei bislang unbekannte Komplizen. Das Trio soll aus Gasflaschen ein hochexplosives Gemisch in den Automaten eingeleitet und gezündet haben. Dadurch ging nicht nur der Automat kaputt – auch Fensterscheiben, die Videoüberwachung und die Decke wurden zerstört.

Laut Staatsanwaltschaft konnten die Täter zunächst drei Geldkassetten mit mehr als 120 000 Euro Bargeld erbeuten. Auf der Flucht mit einem gestohlenen Fahrzeug hatten sie jedoch einen Unfall: Die Polizei entdeckte den defekten Wagen nicht weit entfernt vom Tatort an einer Bundesstraße, im Kofferraum das komplette Bargeld. Der flüchtige Niederländer wurde noch am selben Tag in Bad Soden Altenhain in einer Gartenhütte festgenommen. Seit dem Haftbefehl sitzt er in Untersuchungshaft. (dpa/twe)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare