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Areal für das Bahnhofsviertel

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Von: Götz Nawroth-Rapp

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Raab Karcher an der Nassauer Straße.
Raab Karcher an der Nassauer Straße. © Michael Schick

Die Raab-Karcher-Mutter Saint Gobain Building Distribution Deutschland soll mit der Filiale für Baumaterialien ins Gewerbegebiet An den Drei Hasen umziehen.

Die Stadt und der Eigentümer des Baustoffhändlers Raab Karcher sind sich über ein Grundstücksgeschäft einig geworden, das den Weg für eine neue Verkehrsführung am Bahnhof frei machen soll. Das Stadtparlament soll nach Beratung im Bauausschuss am 14. Juli darüber abstimmen. Die Raab-Karcher-Mutter Saint Gobain Building Distribution Deutschland wird nach den Plänen mit der Filiale für Baumaterialien ins Gewerbegebiet An den Drei Hasen umziehen. Die Stadt bekommt im Gegenzug das frei werdende Grundstück an der Nassauer Straße mit gut 6600 Quadratmetern.

Das teilten Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) und Frank Meyer vom Immobilienmanagement des Unternehmens mit. Laut Meyer wird auch der neue Standort Handwerksbetriebe ansprechen, er soll aber auch stärker als bisher Privatkunden in den Blick nehmen. „Auch wenn noch kein exakter Zeitplan vorliegt, ist es unser gemeinsames Ziel, 2017 den Umzug zu schaffen“, sagt Meyer.

Mit der Umsiedlung soll auf einem knapp 7000 Quadratmeter großen Areal an der Bertha-von-Suttner-Straße im Gewerbegebiet ein moderner Stützpunkt für Baustoffe entstehen. In der Nachbarschaft des Grundstücks sind eine Autowaschstraße und ein kürzlich eröffnetes Autohaus zu finden. Bürgermeister Brum sieht Chancen für Raab Karcher, aber auch für die Stadt habe das Geschäft „eine Reihe von Vorteilen“. So böten sich bei der Entwicklung des Baugebietes Perspektiven für „ein schönes Bahnhofsviertel“.

Die Verkehrsplanung rund um die viel befahrene Nassauer Straße, die zentrale Verkehrsachse am Oberurseler Bahnhof, ist seit Jahren ein Thema. Ein runder Tisch zur Bürgerbeteiligung wurde eingerichtet, eine Initiative namens „Brunnentreff“ verließ das Forum aber im Jahr 2013. Die Stadt und die Brunnentreff-Vertreter warfen sich damals gegenseitig vor, von falschen Voraussetzungen bei der Planung der Verkehrsströme auszugehen. Die Stadtverwaltung hatte sich zwischenzeitlich für eine Entzerrung des Verkehrs mit mehreren Einbahnstraßen ausgesprochen. Ob es letztlich so kommt ist aber offen. Bis zum Ende des Jahres sollen die Planer erneut zusammentreten, eine Umsetzung ist noch nicht in Sicht.

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