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Arbeitsagentur neu zugeschnitten

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Die Mitarbeiter sind nun im Porticus-Gebäude untergebracht.
Die Mitarbeiter sind nun im Porticus-Gebäude untergebracht. © Schick

Hochtaunus, Main-Taunus und Groß-Gerau werden jetzt zentral von Ober-Eschbach aus verwaltet.

Von Martina Propson-Hauck

Ich will nur mal gucken, wie es hier jetzt aussieht“, sagt ein ältere Mann und schlendert durch die hell beleuchteten Gänge. Die neu strukturierte Agentur für Arbeit hat ihre Arbeit am vergangenen Montag in Ober-Eschbach im Porticus-Gebäude aufgenommen, das in den 90er Jahren auf dem Areal der früheren Vitapan-Brotfabrik gebaut worden war und lange Zeit leer stand. Die Fenster des Baus sind blau verspiegelt und wirken so ein wenig abweisend.

Draußen herrscht zudem große Parkplatznot, doch immerhin sind es nur wenige Meter zur U-Bahnstation. Auf 3500 Quadratmetern Fläche, verteilt auf drei Etagen, sind nun die rund 80 Mitarbeiter der Agentur untergebracht. Sie ist für den Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis sowie für den Kreis Groß-Gerau zuständig. Arbeitslose aus den Nachbarkreisen suchen aber nach wie vor die jeweiligen Agenturen in Hofheim, Rüsselsheim oder Groß-Gerau auf.

Für Arbeitslose aus dem Hochtaunuskreis ist nun die Ober-Eschbacher-Straße zentrale Anlaufstelle. Aus dem Landratsamt sei man ausgezogen, weil dort mit 2000 Quadratmetern einfach zu wenig Platz gewesen sei für die neu strukturierte Agentur.

Die berechnet nun statt Frankfurt zentral das Arbeitslosengeld, hat einen eigenen Bereich für Unternehmen, die Arbeitskräfte suchen, einen ärztlichen und berufspsychologischen Dienst. Dort werden arbeitsmedizinische Gutachten erstellt, wenn jemand wegen Krankheit nicht mehr in seinem alten Beruf arbeiten kann, oder Tests für die Berufswahl entwickelt. Mitte des Monats wird im Erdgeschoss auch ein neu gestaltetes Berufsinformationszentrum eröffnet.

Matthias Oppel ist der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur in Bad Homburg, ihm zur Seite steht Norbert Meier. Oppel hat zuvor die Agentur für Arbeit in Bad Hersfeld geführt, Meier in Wetzlar. Gestern führten sie Journalisten zu einer ersten Besichtigung durchs Haus.

Hessens Agenturen sind von 13 auf 12 reduziert worden. Zuvor waren Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis Teil des Agenturbezirks Frankfurt, Groß-Gerau gehörte zu Darmstadt. Man habe die drei Landkreise nun zusammengeführt, weil sie ähnlich viele sozialversicherungspflichtige Beschäftigte hätten – im Hochtaunuskreis sind es 80000, in den beiden anderen je rund 88000. Arbeitslose sollen nun auch nicht mehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, auf den Gängen gibt es kaum Warteplätze. Im Durchschnitt werde jeder Antrag in 15 Minuten bearbeitet, ein Beratungsgespräch dauere eine Stunde. In 80 Prozent aller Fälle werde noch am Tag der Antragstellung das Arbeitslosengeld berechnet und ein vorläufiger Bescheid erstellt, damit das Geld schnell fließe, versichert Meier.

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