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Radeln ins Büro
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Radeln ins Büro

Rathaus Bad Homburg

Mit dem Rad zur Arbeit

Immer mehr Rathausmitarbeiter in Bad Homburg steigen um auf den Drahtesel. Damit es noch mehr werden, will die Stadt jetzt auch Einbahnstraßen in der Gegenrichtung für Radler freigeben.

Von Martina Propson-Hauck

Ja, die guten Vorsätze. Man würde ja mit dem Rad zur Arbeit kommen statt mit dem Auto, wenn es dort Duschen gäbe, das Rad sicher abzustellen wäre oder ein Spind für Wechselkleidung zur Verfügung stünde. Und das Ganze dann auch noch über halbwegs sichere Radwege führen würde. Und das Wetter...

Für 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bad Homburger Stadtverwaltung sind das ab heute keine Argumente mehr: Sie machen mit bei der Aktion der AOK „Mit dem Rad zur Arbeit“. Zugegeben, viele von ihnen sind ohnehin schon länger mit dem Rad gekommen und mussten nicht großartig überzeugt werden. Jetzt hat außerdem die Verwaltung in der Tiefgarage mehr Abstellplätze für Räder installiert, damit weder Wetter noch Diebe den Velos während der Arbeitszeit etwas anhaben können.

Stadtrat Dieter Kraft (Grüne) radelt schon seit Langem von Kirdorf ins Rathaus und auch OB Michael Korwisi erwägt einen Umstieg vom Hybrid-Dienstwagen aufs Zweirad. Günther Gräning vom ADFC Hochtaunus hat mehrere Sommer lang den Weg zwischen seinem Kirdorfer Domizil und seinem Arbeitsplatz in der Bürostadt Niederrad mit einem Kollegen zusammen zurückgelegt: „Wir waren immer schneller als die S-Bahn und nur unwesentlich langsamer als mit dem Auto“, bilanziert er.

Gespart hat er damit nicht nur Sprit, auch den CO2-Ausstoß hat er so verringert. „Außerdem kommt man vollkommen ohne Stress an und startet ganz relaxt in den Arbeitstag“, bestätigt Martin Lieblein von der AOK. Wenn man denn keinen Platten hat oder die ölige Kette nicht gerade muckt.

Damit das Radfahren in der Stadt attraktiver wird, sollen in Bad Homburg Radler bald elf Einbahnstraßen in beide Richtungen befahren dürfen. Gemeinsam mit dem ADFC sind die geeigneten Straßen ausgesucht worden, die Stadtverordneten entscheiden darüber am 16. Juni. Geöffnet werden sollen die Straßen: In der Lach, Foellerweg, Steigweg, Kirchgasse und Lindenstraße, die Adelhartstraße (zwischen Kalbacher und Jakob-Lengfelder-Straße), in Abschnitten die Hauptstraße, die Kronberger Straße, die Georg-Schudt-Straße, die Engelsgasse und der Haberweg (zwischen U-Bahn und Promenade). Zudem soll die Fußgängerzone außerhalb der Geschäftszeiten ebenfalls für Radfahrer freigegeben werden.

Radfahrer in der Stadt haben außerdem in den vergangenen Wochen Mängelcoupons abgegeben, auf denen sie Verbesserungsvorschläge machen konnten. Diese werden gegenwärtig ausgewertet. Ein häufiger Wunsch ist die Verbesserung der Situation für Radfahrer an den vielbefahrenen Achsen Hessenring, Hindenburgring und Promenade.

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