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Appell für Weißkirchen

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Von: Götz Nawroth-Rapp

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Nach den Grünen macht nun auch die CDU Front gegen einen Bundesverkehrswegeplan, mit dem ein effektiver Lärmschutz entlang der Urselbachtal-Autobahnbrücke im Oberurseler Ortsteil Weißkirchen noch lange auf sich warten ließe.

Obwohl die Ortsparteien sich in der Sache eigentlich einig sind, können sie sich bei der Suche nach einem Schuldigen geharnischte Seitenhiebe gegeneinander kaum verkneifen. Wie berichtet wäre ein achtspuriger Ausbau der A 5 notwendig, um gleichzeitig Lärmschutzmaßnahmen auf den Weg bringen zu können. Im derzeitigen Entwurf zum Verkehrswegeplan der Bundesregierung aber steht der Ausbau nun in einer nachrangigen Priorität, die vor dem Jahr 2030 wohl nicht angegangen würde.

Nun nutzte Georg Eckinger, der für die CDU im Ortsbeirat Weißkirchen sitzt, die Gelegenheit, in einer Mitteilung die Verdienste seiner Partei hervorzuheben und die Grünen zu tadeln. Die Union habe seit elf Jahren das Thema Lärmschutz an der A 5 aufs Tapet gehoben, sei es auf Stadt-, Landes- oder Bundesebene.

Man könne den Eindruck gewinnen, dass „das Gezetere“ der Grünen über das fehlende Engagement anderer Parteien über die eigenen Versäumnisse hinwegtäuschen solle, ätzt Eckinger.

Kollateralschaden aufgetreten

Weder Oberursels Erster Stadtrat und Verkehrsdezernent Christof Fink noch der Hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (beide Grüne) hätten es mit ihrem Engagement vermocht, den Bundesverkehrswegeplan im Sinne eines baldigen Lärmschutzes für Weißkirchen zu beeinflussen. „Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass die Grünen ideologisch grundsätzlich gegen einen Straßenneubau sind und nun hier ein Kollateralschaden aufgetreten ist, da der Lärmschutz nur im Zusammenhang mit einem Straßenneubau zu bekommen ist“, argwöhnt Eckinger.

Zuvor hatte bereits Grünen-Ortsvorstand Iljla Moreth seinerseits eine zeitnahe Umsetzung eines effektiven Lärmschutzes eingefordert und die Bürger dazu aufgerufen, sich in diesem Sinne in das laufende Beteiligungsverfahren einzubringen. Im Zuge seiner Äußerungen im März hatte Moreth auch die Bundestagsabgeordneten von SPD und CDU aus dem Hochtaunuskreis kritisiert. Markus Koob (CDU) und Hans-Joachim Schabedoth (SPD) müssten sich vorhalten lassen, sich in der Sache nicht stärker für die Menschen im Oberurseler Süden eingesetzt zu haben, so Moreth. Schließlich würden die Lärmgrenzwerte an dem Autobahnteilstück schon lange überschritten.

Die Frist für schriftliche Eingaben zum Bundesverkehrswegeplan beim Verkehrsministerium in Berlin endet am 2. Mai.

Erläuterungen zum Verfahren gibt es auf der Seite des Ministeriums online: .

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