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Andrea Nahles auf der Saalburg

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Ein Benehmen "wie in der Nachmittagstalkshow" attestiert SPD-Generalsekretärin der schwarz-gelben Koalition beim Neujahrsempfang der Hochtaunus-Genossen.

Am Vormittag auf der Saalburg im Schnee, nachmittags im baden-württembergischen Gengenbach bei einer 110-Jahr-Feier Sozialdemokratie und abends noch einen Termin mit Sigmar Gabriel zur Vorbereitung der neuen Berliner Woche - da bleibt für die Generalsekretärin nicht viel Zeit für die auch im Hochtaunus geschundenen Genossen. Schmerzvoll war die 23-Prozent-"Bratpfanne", die den Genossen bei der jüngsten Bundestagswahl "vor den Kopf gehauen wurde", so Andrea Nahles. Ihr Auftritt im Taunus ist kurz und knapp.

Nach kaum 45 Minuten war der Neujahrsempfang der SPD Hochtaunus und der Kreistagsfraktion schon wieder Vergangenheit. Die Generalsekretärin hatte als Gastrednerin vor rund 300 Besuchern gesagt, was zu sagen war. Auf lokaler Ebene der Bürgermeisterkandidatin von Usingen, Birgit Hahn, ein bisschen Mut gemacht und die Hochtaunus-Genossen in kommunaler politischer Verantwortung dafür bedauert, dass sie die aktuelle "verteilungspolitische Auseinandersetzung" durch die Steuersenkungsdebatte ausbaden müssen.

"Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen, was da einige mit uns vorhaben", sagte Nahles unter Beifall. Die Steuersenkung sei eine "große Nettolüge", sie werde zu Lasten der Kinderbetreuung im Land gehen, wenn die Mittel dafür fehlten. "Sie nennen sich bürgerliches Lager, benehmen sich aber wie in einer Nachmittags-Talkshow", zieh sie die neue Koalition im Bund. Und bedankte sich gleichzeitig bei den Genossen aus dem Taunus, dass diese so lange Geduld mit der eigenen Führung angesichts deren "öffentlichem Leiden" hatten. (jüs)

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