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Alles passt im neuen Anbau

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Von: Meike Kolodziejczyk

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Kita Eichwäldchen
Kita Eichwäldchen © FR/Müller

Die Integrative Kita Eichwäldchen im Oberurseler Camp King erweitert mit ihrem Gebäude auch ihr Therapieangebot. Von Meike Kolodziejczyk

Kinder toben umher, spielen in den neuen Räumen, springen auf der Hüpfburg herum und staunen über den lustigen Clown. Es wird gegrillt und auch das Wetter könnte zu diesem Anlass kaum besser sein. Nach einem Jahr Bauzeit ist am Montag der neue Trakt der integrativen Kindertagesstätte Eichwäldchen mit einem Fest eröffnet worden. Und alles passt, "die neuen Räume werden unseren Bedürfnissen gerecht", ist Kita-Leiterin Petra Tews zufrieden. "Die ganz Kleinen und die ganz Großen können zusammenkommen und haben trotzdem ihren eigenen Bereich." Schön sei zudem - auch für die Eltern - "dass die Kinder sehr lang in einer Einrichtung bleiben können", und zwar von 18 Monaten bis zwölf Jahren.

So war gerade die Betreuung für die unter Dreijährigen "auch wegen der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung" ein Grund für den Anbau, der eigentlich kein Anbau, sondern ein separates Gebäude, ein neuer Flügel ist. Und weil der Verein zur Förderung der Integration Behinderter Taunus (VzF) Träger der Kita im Eichwäldchenweg ist, ging es natürlich auch um den Ausbau des integrativen und therapeutischen Angebots, der Ergotherapie zum Beispiel oder der Krankengymnastik. "Die Räume im alten Gebäude waren zwar brauchbar, aber nicht spezifisch behindertengerecht", sagt VzF-Geschäftsführer Bernd Hruby. Nun habe der Träger gemeinsam mit der Stadt das neue Gebäude verwirklicht, wo fortan auf zwei Stockwerken und 620 Quadratmetern vier integrative Gruppen betreut werden: zwei für jeweils 13 Kleinkinder von anderthalb bis drei Jahren und zwei für 15 Kindergartenkinder bis zur Einschulung. Je fünf behinderte Mädchen und Jungen seien in jeder Gruppe untergebracht, sagt Hruby. Zudem wurde der Hort für die bis zu Zwölfjährigen, der bis dato in einen Container ausgelagert war, in den neuen Trakt verlegt.

Die Kosten für das Bauvorhaben waren auf 1,3 Millionen Euro veranschlagt, zuzüglich 102500 Euro für das 500 Quadratmeter große Grundstück. Mit 390000 Euro fördert das Land Hessen das Projekt, 130000 Euro Hilfe kommen von der Aktion Mensch.

Weitere 130000 Euro gehen vom Konto des VzF ab, "den Rest zahlt die Stadt", sagt deren Sprecherin Nina Kuhn. Wie viel das genau sein wird, ist noch nicht klar, die Endabrechnung noch nicht gemacht. 1,05 Millionen Euro werde die Stadt maximal zuschießen.

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