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Fahnen vor dem Bad Homburger Kurhaus zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.
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Fahnen vor dem Bad Homburger Kurhaus zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.

Hochtaunuskreis

Aktionstag gegen Gewalt an Frauen

  • Miriam Keilbach
    VonMiriam Keilbach
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Bad Homburg, Oberursel und Kronberg beteiligen sich mit Info-Aktionen und einer Ausstellung an dem Aktionstag „Frei leben – ohne Gewalt“. Das Netzwerk der Frauenvereine und Frauenorganisationen will damit ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen.

Am Rathaus und am Kurhaus in Bad Homburg wehen seit Montag die Fahnen, im Kreis verkaufen Bäcker Brötchen in Tüten mit der Aufschrift „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“. Nach dem Motto „Frei leben – ohne Gewalt“ setzt das Netzwerk der Frauenvereine und Frauenorganisationen, ein Zusammenschluss von rund 30 Vereinen und Verbänden, ein Zeichen gegen die Gewalt an Mädchen und Frauen. Bis zum Wochenende finden im Kreis verschiedene Aktionen anlässlich des Internationalen Tags „Keine Gewalt gegen Frauen“ statt, der am 25. November begangen wird.

In Kronberg wurde gestern die Ausstellung „Kronberg sagt Nein zu Gewalt“ in der Stadtbücherei eröffnet. Die Fotodokumentation zeigt wie vielfältig Gewalt sein kann. Der Kunstleistungskurs der Altkönigschule hat die Bilder erstellt, künstlerisch gestaltete Fotos mit dem Blick junger Menschen aufs Thema. Die Schau ist bis 30. November zu sehen. In Friedrichsdorf werden am Sonntag ebenfalls Fahnen gehängt.

Drei Schwestern ermordet

Mit Buttons und Brezeltüten steht der Informationsstand vom Netzwerk am Freitag, 23. November, von 10 bis 14 Uhr in der Bad Homburger Louisenstraße bei Nummer 46. Die Mitglieder weisen auf häusliche Gewalt und Gewalt im Namen der Ehre hin.

Auch Oberursel beteiligt sich an der Aktion – bereits zum elften Mal. Am 24. November gibt es von 11 bis 13 Uhr einen Stand vor dem Sporthaus Taunus in der Vorstadt. Auch dort sind Frauenrechtlerinnen anzutreffen, unter anderem vom Hochtaunus Interventionsprojekt gegen häusliche Gewalt. Der Erlös des angebotenen Essens geht an das Frauenhaus.

Am 25. November wird traditionell gefrühstückt: Frauen sind in die Vereinsräume von „Frauen helfen Frauen“ am Marktplatz 10 geladen, das Buffet kostet fünf Euro. Die Kronberger Autorin Ingrid Melzer liest aus ihrem Buch „Wenn Frauen träumen“.

Der Gedenktag geht auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabel zurück, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst ermordet wurden – nach monatelanger Folter. Sie hatten sich im Untergrund an Aktivitäten gegen den Diktator Trujillo beteiligt. Der Mut der Drei gilt als Beispiel für Frauen weltweit, die Kraft für das Eintreten gegen Unrecht zu entwickeln.

40.000 fliehen ins Frauenhaus

Häusliche Gewalt ist, wie der Bad Homburger Magistrat per Pressemitteilung verbreitet, die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen. Am häufigsten geschehe sie durch den Partner – unabhängig von sozialem Status oder Religion. Jährlich fliehen rund 40.000 Frauen mit Kindern in Frauenhäuser. Allein in Deutschland sind jedes Jahr über 1000 Mädchen und Frauen von einer Zwangsverheiratung betroffen oder bedroht.

Die Internationale Arbeitsorganisation schätzt die Zahl der Betroffenen von Menschenhandel in industrialisierten Staaten auf 270 000 Menschen. Damit würden 31,6 Milliarden US-Dollar verdient.

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