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Äppelwoi-Theater atmet Champagnerluft

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Das Theater Spottlicht in Neu-Isenburg.
Das Theater Spottlicht in Neu-Isenburg. © Repro:Hoyer

Michael von Loefens will mit seiner Comedy-Truppe jetzt komplett von Neu-Isenburg nach Bad Homburg umziehen. Von Anton J. Seib

Von Anton J. Seib

Bad Homburg könnte bald alleinige Spielstätte des Äppelwoi-Theaters sein: Theater-Chef Michael von Loefen ist fest entschlossen, seine "Spottlicht"-Bühne in Neu-Isenburg aufzugeben - und das nach 30 Jahren. "Es gibt einfach zu viele Spannungen", so von Loefen. Sollte sein Theater komplett nach Bad Homburg übersiedeln, böte das neue Perspektiven. Von Loefen: "Dann könnten wir an vier anstatt drei Abenden auftreten."

Der Theaterchef ist genervt. "Nach 30 Jahren im Kellertheater fällt der Stadt plötzlich ein, die Werbung an der Fassade zu verbieten." Dabei sei das Haus zum Löwen, in dem die Comedy-Bühne mit ihren 80 Plätzen untergebracht ist, nicht denkmalgeschützt, sondern "in den 70ern zusammengezimmert" worden.

Zudem spielt die Truppe seit drei Jahren in einer Baustelle - so lange werde in dem Gebäude bereits umgebaut. Ende Februar müsste das Theater dann komplett für sechs Monate geschlossen werden. "Der Kulturamtschef ist 76 und immer noch im Amt. Er begeistert sich halt für Orgel und Klavier", vermutet der Theaterchef von Loefen als Ursache der Querelen.

Also wird das Theater, 1981 als "Spottlicht"-Bühne in der Hugenottenstadt gegründet und seit 2006 unter dem Namen "Deutsches Äppelwoi-Theater" auch im Bad Homburger Kurhaus auftretend, wohl demnächst komplett nach Bad Homburg umziehen. Die endgültige Entscheidung könnte in den nächsten Tagen bei Gesprächen mit Verantwortlichen der Stadt Neu-Isenburg fallen. "Es müsste ein Wunder geschehen, damit wir nicht nach Bad Homburg ziehen", sagt von Loefen.

So bitter das Aus für die Comedy-Truppe in Neu-Isenburg sein mag, ein Umzug bietet neue Perspektiven. Künftig könnte das Ensemble, dem derzeit zehn professionelle Schauspieler und vier Techniker angehören, von mittwochs bis samstags in der Spielstätte im Kurhaus auftreten.

Freitags, so von Loefens Idee, könnte die Après-Ski-Show "Alpenrock & Lederhose" gegeben werden . "Das proben wir gerade", sagt er. Zum Inhalt nur so viel: "Es spielt auf dem Feldberg, dort herrscht der Berggeist Rattegickel. Alle Hessen werden verpflichtet, bayerisch zu lernen, damit sie die Texte verstehen. Völlig irre!" Als Alternative böte sich auch die Revue "Mainzelmännchens Lachparade" an, ebenfalls aus der Feder von Loefens. Thema sind 50 Jahre Deutsches Fernsehen: "Die TV-Show ist geschrieben, die können wir jederzeit aus der Schublade ziehen."

Äppelwoi-Theater, Bad Homburg, Schwedenpfad 1. Aktuell werden gespielt "Im Blaue Böckche - Die Rocky-Horror-Bembel-Show" (3., 6., 20., 24. und 27. Februar) und "Brrr-Igitt-Äh - Die Show zum Abnehmen" (4. und 25. Februar). Alle Vorstellungen um 20 Uhr, Karten bei Tourist Info + Service im Kurhaus, Tel. 06172/178110 oder -112.

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