1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Hochtaunus

4000 Theatergäste im Park

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Götz Nawroth-Rapp

Kommentare

Eine Szene aus „Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville“.
Eine Szene aus „Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville“. © ksfo / tip

Obwohl das Wetter in dieser Saison wahrlich nicht immer mitgespielt hat, kann sich der Kultur- und Sportförderverein (Ksfo) beim „Theater im Park“ in der 26. Saison über ein dickes Besucherplus freuen.

Vereinsgeschäftsführer Udo Keidel-George führt das in erster Linie auf eine gelungene Wahl beim gezeigten Stoff zurück. Waren in den vergangenen Jahren meist leichte, bisweilen auch seichte, Komödien zu sehen, wagte man sich für die gerade abgelaufene Spielzeit 2016 mit „Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville“ an einen echten Krimi. „Und damit lagen wir genau richtig, das ist extrem gut beim Publikum angekommen“, sagt Keidel-George.

Dem Spielort an der Klinik wolle man mit dem „Theater im Park“ treu bleiben, sagt der Ksfo-Chef. Zwar stünde nun auch der Park an der jüngst als Kongresshotel neu errichteten „Villa Gans“ zur Verfügung. Dort hatte das Theater vor dem Beginn der Hotel-Bauarbeiten auf dem Gelände seine Heimstatt.

„Inzwischen aber läuft die Kooperation mit der Klinik Hohe Mark wirklich gut“, betont Keidel-George. Daher sollen die Aufführungen auch künftig dort stattfinden. Zumal man an der Klinik problemlos die Bühnenausstattung einlagern könne. Der Park der „Villa Gans“ sei aber für eine andere Veranstaltung des Ksfo vorstellbar. Viel Lob hatte es nach Angaben des Vereinsgeschäftsführers für die Theater-Inszenierung von Regisseur Andreas Walther-Schroth gegeben. Er hatte im vergangenen Jahr Kritik einstecken müssen, als „Der Raub der Sabinerinnen“ gezeigt wurde.

Bei einer Auslastung des Theaters von 83 Prozent hatte man in diesem Jahr insgesamt 4030 Gäste im Park an der Klinik Hohe Mark begrüßen können. Die Tribünen bieten 346 Zuschauern Platz. Ganze 7 der 13 Vorstellungen sind laut Keidel-George ausverkauft gewesen, an einem Abend musste man die Aufführung wegen eines heraufziehenden Gewitters abbrechen.

Kostenlose Ersatzkarten

Fürs Publikum gab es dann kostenfreie Ersatzkarten. Die ausverkauften Termine gehörten alle eher zu den späteren im Kalender. „Das ist aber normal“, fügt Keidel-George hinzu. Dass ein gutes Stück zu sehen sei, müsse sich erst herumsprechen. Von dieser Mundpropaganda zehre man dann gegen Saisonende.

Dank stabiler Sponsoreneinnahmen kommt das „Theater im Park“ voraussichtlich auf eine „schwarze Null“ – bei Produktionskosten von 113 000 Euro. Die Stadt hat ihren direkten Zuschuss für das Theater gestrichen – umso bemerkenswerter ist es, dass die Saison ohne rote Zahlen endet.

Auch interessant

Kommentare