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Manche wollen nur laufen, andere auffallen beim Zimmersmühlenlauf in Oberursel.
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Manche wollen nur laufen, andere auffallen beim Zimmersmühlenlauf in Oberursel.

Zimmermsühlenlauf 2009

Nr. 1327 kommt lächelnd ins Ziel

  • VonJürgen Streicher
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Und wieder ein neuer Rekord: Der 4. Integrative Zimmersmühlenlauf lockte über 1000 Menschen auf die Straße. Von Jürgen Streicher

Dass Kirstin Rüter den vorläufigen Höhepunkt eines Traums markieren würde, hatte sie bis kurz vor den Startschuss nicht geahnt. Dann bekam sie die letzte Startnummer und wurde sozusagen indirekt zur Traumfrau mit der Nr. 1327. Mehr als 1000 Menschen wollten die Oberurseler Werkstätten Behinderte bei der vierten Auflage des Laufs für Integration auf die Straße locken. Dass es mit Kirstin Rüter und den vielen anderen Frauen, Männern und Jugendlichen 1327 wurden, machte den Traum wahr, den Werkstattleiter Karlheinz Roth seit der Premiere im August 2006 mit 425 Teilnehmern träumt.

Nach dem Vorbild von Veranstaltungen wie dem "Lauf für mehr Zeit" zugunsten der Aids-Hilfe oder des JP Morgan Challenge in Frankfurt soll beim Lauf durch das Gewerbegebiet Süd das Miteinander, nicht der sportliche Wettkampf im Vordergrund stehen. Das passt ins Konzept von Kirstin Rüter als "Sonntagsläuferin". Locker mit Sonnenbrille im Haar gibt sie nach dem Startschuss noch ein Interview und reiht sich dann am Schluss des Feldes ein, um die vier Runden und insgesamt sechs Kilometer "vielleicht in 45 Minuten" abzulaufen.

Mitten im bunten Gewimmel der Sporttrikots sind 116 Mitarbeiter verschiedener Werkstätten für Behinderte und einige Rollstuhlfahrer dabei. So sollte es sein, so hatte sich der Oberurseler Betriebsleiter Karlheinz Roth das vorgestellt, als er den "Zimmers-mühlenlauf" erfand. Sport als verbindendes Glied zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Laufen für Integration. Da ließ sich auch der Kreisbeigeordnete Uwe Kraft nicht lumpen und lief nach dem von ihm abgegebenen Startschuss die erste 1,5-Kilometer-Runde ohne Sportdress und in Straßenschuhen mit.

Passender Start- und Zielort für den Integrationslauf: die Oberurseler Werkstätten für Behinderte, die für mehr als 300 Menschen einen Arbeitsplatz und therapeutische Zusatzangebote bieten. Mit dem Startgeld von fünf Euro tun die Läufer auch Gutes, der Reinerlös der Veranstaltung mit anschließender Come-together-Party ist für den Snoezelenbereich der geplanten neuen Tagesförderstätte vorgesehen. Dafür werden 50 000 Euro benötigt.

Flagge zeigen ist angesagt beim Zimmersmühlenlauf. Mit der Startnummer 1 ging Bürgermeister Hans-Georg Brum neben seinem Kronberger Kollegen Klaus Temmen ins Rennen, gesichtet wurden Kreis- und Stadtpolitiker, Leiter öffentlicher Einrichtungen und Organisationen, Vereine und Firmenteams. Und Kirstin Rüter, die weit vor ihrer erwarteten Zeit schon nach 37 Minuten immer noch locker und lächelnd die Ziellinie passiert.

Der Traum soll im übrigen noch weiter gehen. 2011 soll es den "1. Integrativen Hessentagslauf" mitten durch die Stadt geben. Dann würden 2011 Starter eine sicher schöne Schlagzeile abgeben.

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