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Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise wurden sehr viele Feldbetten benötigt. (Archivbild)
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Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise wurden sehr viele Feldbetten benötigt. (Archivbild)

Hochtaunus

1000 Feldbetten im Regal

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
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Das Rote Kreuz Hochtaunus eröffnet in Friedrichsdorf-Köppern ein neues Zentrum für Ehrenamtliche mit Fahrzeughalle und Lager.

Rund 400 Ehrenamtliche engagieren sich als Sanitäter oder Katastrophenschutzhelfer im Deutschen Roten Kreuz (DRK) Hochtaunus. Doch auch die kamen an ihre physischen und vor allem logistischen Grenzen, als sie von 2015 bis 2016 sieben Monate lang bis zu 1000 Flüchtlinge gleichzeitig betreuten.

Ein großes Problem sei dabei die Beschaffung von Feldbetten und Decken gewesen, berichtet Kreisbereitschaftsleiter Mark Henning. Nicht nur, dass sich das DRK bei der Bettensuche selbst in Kanada und den Vereinigten Staaten umtun musste. Auch schon vor Ort sei es extrem schwierig gewesen, die Hilfe zu organisieren, weil viele der zehn Bereitschaften im Kreis ihre eigene Lager betrieben. Das soll künftig nicht mehr passieren. Deshalb hat das Deutsche Rote Kreuz nun in Friedrichsdorf-Köppern ein neues Zentrum für Aktivarbeit eingerichtet, zu dem auch eine Fahrzeughalle mit Hochregallager gehört. Darin sind bereits Paletten mit 1000 Feldbetten und 3600 Decken eingelagert, ebenso wie Trinkbecher und Einmalbestecke. „Wir haben aus der Flüchtlingsbetreuung gelernt“, sagt Uwe Riehl, der beim DRK für den Katastrophenschutz zuständig ist.

Zusätzlich zu der Fahrzeughalle hat das Rote Kreuz in einem benachbarten Bürogebäude eine Fläche von 342 Quadratmetern angemietet, dort haben Henning und Riehl ihre Büros. Außerdem gibt es eine Funkzentrale zur Koordination der ehrenamtlichen Helfer bei besonderen Einsätzen wie dem Radrennen am 1. Mai und dem Bad Homburger Laternenfest.

In einem Schrank findet sich die nötige Einsatzkleidung in allen Größen. Auch hier habe man auf zentralen Einkauf umgestellt, érläutert Henning. „Die kostenintensive Dinge erledigen wir im Kreisverband.“ Für die persönliche Schutzausstattung einer Helferin oder eines Helfers werden immerhin 530 Euro fällig.

Herzstück des neuen Aktivzentrums im Köpperner Gewerbegebiet ist der große Ausbildungsraum. Er dient sowohl für öffentliche Erste-Hilfe-Kurse wie interne Helferschulungen und die Ausbildung von Führungskräften. „Der Raum ist jedes Wochenende ausgebucht“, sagt Riehl.

Der Umzug nach Friedrichsdorf war auch deswegen nötig, weil die Räume in der alten Bad Homburger Feuerwache nicht mehr zur Verfügung stehen. Das neue Zentrum finanziere das DRK komplett aus Eigenmitteln, betont Riehl. „Wir bekommen dafür keine öffentlichen Zuschüsse.“ Umso mehr sei man auf ehrenamtliche Helfer angewiesen. „Wir leben von der Vielfalt der Menschen, die sich engagieren und ihr individuelles Know-how einbringen“, sagt Markus Henning. Die Zahlen seien in den vergangenen Jahren zwar stabil geblieben. Parallel dazu seien aber die Anforderungen gewachsen: So hätten früher bei Wachdiensten zwei Sanitätshelfer ausgereicht, heute seien dafür häufig vier bis acht Personen nötig.

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