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Hitzewelle 2018 verursacht 740 Todesfälle in Hessen

In Hessen konnte  für die Jahre 2003, 2015 und 2018 ein  signifikanter Einfluss von Hitze auf die Mortalität gezeigt werden.

Der heiße Sommer 2018 hat in Hessen 740 meist älteren Menschen das Leben gekostet. Das geht aus Berechnungen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervor. Solche Daten über den Zusammenhang zwischen Temperatur und Sterblichkeit gibt es laut RKI nur für die Bundesländer Berlin und Hessen, ein deutschlandweites Monitoring existiert nicht.

"In Hessen konnten wir für die Jahre 2003, 2015 und 2018 einen signifikanten Einfluss von Hitze auf die Mortalität zeigen", heißt es in einem Epidemiologischen Bulletin. In diesen besonders heißen drei Jahren starben nach RKI-Schätzung in Hessen 780, 550 und 740 Menschen an der Hitze.

Besonders gefährdet sind laut RKI Senioren. In der Altergruppe 75 bis 85 Jahre lag die hitzebedingte Mortalität in diesen drei Jahren bei etwa 53 Personen pro 100 000 Einwohner. Mit jedem Lebensjahr steigt das Risiko weiter: In der Altersgruppe über 85 Jahre starben 260 Personen pro 100 000 Einwohner an Hitze.

"Da sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter fortsetzen wird und die Anzahl beziehungsweise das Ausmaß der Hitzewellen kaum abnehmen wird, erwarten wir einen weiteren Anstieg der Anzahl hitzebedingter Sterbefälle", schreiben die Autoren. Abgeschwächt werden könnte die Entwicklung, wenn Gegenmaßnahmen ergriffen würden wie zum Beispiel Klimaanlagen dort, wo ältere Menschen leben. (dpa)

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