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Protest gegen den „Neujahrsempfang“ der NPD in Büdingen.

Büdingen

Hitlergruß und Festnahmen nach NPD-Treffen

Bei dem Konzert einer rechten Rockband in Büdingen zeigen Konzertbesucher den Hitlergruß. Als die Polizei einschreitet, kommt es zu einer Rangelei.

Bei einem Konzert rechter Rockbands in Büdingen ist es am Samstagabend zu einer Rangelei gekommen, bei der ein Polizist leicht verletzt wurde. Das teilte die Polizei in Gießen am Sonntag mit. Zwei Konzertbesucher seien festgenommen worden, weil sie den Hitlergruß zeigten. Zuvor hatte die „Hessenschau“ über den Zwischenfall berichtet. Eine Veranstaltung der rechtsextremen NPD in Büdingen ist am Samstag hingegen ruhig und ohne Zwischenfälle mit Gegendemonstranten verlaufen.

An dem NPD-Neujahrsempfang hatten nach Angaben der Polizei bis zum frühen Samstagabend etwa 150 Menschen teilgenommen, zu dem Konzert kamen etwa 200 Besucher. „Bei Kontrollen stellte die Polizei ein Pfefferspray, Tonträger indizierter Musik sowie geringe Mengen Betäubungsmittel sicher“, sagte ein Polizeisprecher.

Polizisten waren vor Ort, um Zusammenstöße mit Gegendemonstranten zu verhindern. Die Jungsozialisten (Jusos) der SPD hatten als Protest eine Mahnwache in der Stadt im Wetteraukreis angemeldet. Daran beteiligten sich laut Polizei 20 Menschen.

Büdingen hatte versucht, die Veranstaltung zu verhindern. Die Stadt war vom Mietvertrag mit der NPD zurückgetreten, weil sie sich über den Ablauf der Veranstaltung - speziell durch das Musikprogramm am Abend - getäuscht sah. Doch der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel (VGH) hatte entschieden, dass die Partei ein Anrecht auf die Halle hat. (dpa)

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