Wirtschaft

Historisch schlechtes erstes Halbjahr

Die Corona-Pandemie brockt der Metall- und Elektroindustrie in Hessen ein historisch schlechtes erstes Halbjahr ein. 

Die Umsätze der Metall- und Elektroindustrie in Hessen brachen zum Vorjahreszeitraum um rund fünf Milliarden Euro ein, wie der Arbeitgeberverband Hessenmetall am Montag mitteilte. Das entspreche einem Rückgang um 14,2 Prozent. Auch bei den mit Blick nach vorne wichtigen Auftragseingängen gab es mit minus 17 Prozent einen herben Dämpfer.

„Die hessischen M+E-Unternehmen haben bereits seit gut zwei Jahren mit einer abnehmenden Nachfrage zu kämpfen. Die Corona-Pandemie hat diesen Negativtrend verstärkt“, bilanzierte der Vorstandsvorsitzende von Hessenmetall, Wolf Matthias Mang. „Langsam kehrt mancherorts vorsichtiger Optimismus zurück. Das ist auch unglaublich wichtig - denn wenn sich ein solches Halbjahr für die M+E-Industrie wiederholt, wäre das für Beschäftigte und Unternehmen katastrophal. Bei Umsatz und Beschäftigung werden wir das Vorkrisenniveau sicherlich nicht vor Ende 2021 erreichen.“

Mit Kurzarbeit, flexiblen Arbeitszeitregelungen und tariflichen Instrumenten wie Freistellungstagen konnten die Unternehmen den Angaben zufolge betriebsbedingte Kündigungen in der aktuellen Krise bisher größtenteils in Grenzen halten. Dennoch waren im Juni 2020 nur noch 208 857 Menschen in der hessischen Metall- und Elektroindustrie (M+E) beschäftigt und damit etwa 10 000 weniger als ein Jahr zuvor. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare