1. Startseite
  2. Rhein-Main

Hessischer Student ist im Wettbewerb der Berlinale

Erstellt:

Von: Andreas Hartmann

Kommentare

Mo Harawe studiert an der Kunsthochschule Kassel. Bild: Helen Pecina
Mo Harawe studiert an der Kunsthochschule Kassel. Bild: Helen Pecina © sixpackfilm

Der 29 Jahre alte Mo Harawe von der Kunsthochschule Kassel zeigt seinen Kurzfilm „Will My Parents Come to See Me“auf der Berlinale.

Die Kunsthochschule Kassel kann immer wieder spektakuläre Erfolge mit studentischen Filmproduktionen vorweisen. Legendär sind etwa die Trickfilme von Christoph und Wolfgang Lauenstein, die 1990 einen Oscar gewannen, und von Thomas Stellmach, der 1997 ebenfalls einen Oscar an die Kasseler Uni holte. Hessen hat zwar keine eigene Filmhochschule, aber ein Filmland ist es eben doch. Und Preise und Auszeichnungen holen studentische Produktionen immer mal.

Aktuell macht wieder ein Kasseler Student seine Uni stolz: Der 29 Jahre alte Mo Harawe, gebürtiger Somalier, kann seine deutsch-österreichisch-somalische Koproduktion „Will My Parents Come to See Me“ (Werden mich meine Eltern besuchen kommen?) im offiziellen Programm der Sektion Berlinale Shorts, dem Kurzfilmwettbewerb der Filmfestspiele zeigen.

„Es ist eine unglaubliche Chance für mich, meinen Film auf so einer Plattform wie der Berlinale zeigen zu dürfen“, sagt der Student aus der Klasse „Film und bewegtes Bild“ von Professor Jan Peters. Seinen Abschluss an der Hochschule? „Den mache ich hoffentlich bald, aber ich habe es nicht eilig“, meint er.

Filme und wie sie erzählt sind, hätten ihn schon in seiner Kindheit sehr interessiert, berichtet er. Mo Harawe, der in Kassel und Wien lebt, hat bereits mit anderen Projekten Preise gewonnen, etwa den Drehbuchpreis beim österreichischen Filmfestival Diagonale.

28 Minuten dauert das in Somalia gedrehte Drama um einen jungen Gefangenen und seine Gefängnisaufseherin. „Ich erzähle die Geschichte der beiden aus zwei Perspektiven“, sagt der Regisseur.

Die Dreharbeiten und die Postproduktion waren aufwendig. Rund 35 Leute hätten an dem Werk mitgearbeitet, berichtet Harawe. Ein Jahr lang habe es gedauert vom Drehbuch, das ebenfalls von ihm stammt, bis zum fertigen Film. Weltpremiere ist am heutigen Freitag. „Ich werde natürlich dort sein“, sagt der Regisseur.

Eine internationale Jury vergibt auch in der Kategorie Kurzfilm Goldene und Silberne Bären; der Goldene Bär berechtigt zur Teilnahme am Wettbewerb um den Kurzfilm-Oscar in Hollywood.

Wer weiß, ob Kassel da nicht wieder erfolgreich sein wird? Daran denkt der Regisseur Mo Harawe aber noch nicht. „Bei der Berlinale zu sein, das ist doch der Erfolg!“

„Will My Parents Come to See Me“ feiert seine Weltpremiere auf der Berlinale 2022. Bild: sixpack film
„Will My Parents Come to See Me“ feiert seine Weltpremiere auf der Berlinale 2022. Bild: sixpack film © sixpackfilm

Auch interessant

Kommentare