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Der hessische Landtag hat den Digitalpakt beschlossen.

Hessen

Hessischer Landtag beschließt Digitalpakt für Schulen

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Land Hessen und Kommunen stocken Bundesmittel auf. Umfassende Fortbildung, pädagogische Konzepte und „Best practice“-Beispiele geplant.

Der hessische Landtag hat am Mittwoch das Gesetz für die digitale Ausstattung der Schulen beschlossen. Die schwarz-grüne Koalition stimmte gemeinsam mit SPD und AfD dafür, dass die Bundesmittel von 372 Millionen Euro aus dem Digitalpakt auf 500 Millionen Euro aufgestockt werden. FDP und Linke enthielten sich der Stimme.

Der Betrag wird über fünf Jahre ausgegeben. Er muss je zur Hälfte vom Land und den Kommunen getragen werden. Kultusminister Alexander Lorz (CDU) äußerte die Hoffnung, dass die „neuen digitalen Lehr- und Lernmittel“ für „noch mehr individuelle Förderung“ sorgen würden. Dafür müssten sie „richtig eingesetzt“ werden.

Nach Auffassung des Grünen-Bildungspolitikers Daniel May haben Schülerinnen und Schüler „einen Anspruch darauf, dass der Unterricht der Lebenswirklichkeit des 21. Jahrhunderts entspricht“. Entscheidend sei aber, dass der Einsatz digitaler Medien in pädagogische Konzepte eingebunden sei.

So würden „Best-practice“-Beispiele für den Einsatz in bestimmten Fächern gesammelt, um sie allen Schulen zur Verfügung zu stellen.

Ein Fünftel der Summe, also 100 Millionen Euro, sind für die Anschaffung von Tablets und anderen Geräten vorgesehen. Das landesweite Schulportal im Netz soll ausgebaut werden und Lernmaterial in digitaler Form bereitstellen.

Daneben soll es ein umfassendes Fortbildungsangebot für Lehrerinnen und Lehrer geben. Dabei spielt die Frage, wie Jugendliche einen kritischen Umgang mit Medien erlernen können, eine wesentliche Rolle.

Die SPD lehnte nur einen Passus des Gesetzes ab. Darin wird die bisherige Festlegung gestrichen, dass die Hessische Lehrkräfteakademie in Frankfurt angesiedelt ist. Der SPD-Abgeordnete Christoph Degen hob die zentrale Lage des bisherigen Sitzes am Frankfurter Hauptbahnhofs hervor.

Lorz berichtete, man verhandele derzeit über eine Verlängerung des Mietvertrags. Allerdings sei das Haus marode, so dass ein Auszug über kurz oder lang unvermeidlich sein werde. Im Gespräch ist ein Umzug nach Bad Vilbel-Dortelweil.

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