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Hessischer Beamtenbund: Vize-Vorsitzender zu Rückzug aufgefordert

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Von: Gregor Haschnik

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Der DBB Hessen geht auf Distanz zu Michael Volz, der unter anderem wegen eines teuren Geburtstagsempfangs bei der Steuergewerkschaft in der Kritik steht.

Der DBB Beamtenbund und Tarifunion Hessen hat seinen stellvertretenden Landesvorsitzenden Michael Volz schriftlich aufgefordert, sein Amt abzugeben oder es zumindest bis zur Klärung der Vorwürfe gegen ihn ruhen zu lassen. Zudem soll Volz aus dem Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks (HR), wo er als DBB-Vertreter Vorsitzender des Finanzausschusses ist, abberufen werden. Das teilte Heini Schmitt, Landesvorsitzender des DBB, am Mittwoch auf Anfrage mit. Für Volz gelte die Unschuldsvermutung, so Schmitt. Doch die Berichte der vergangenen Wochen hätten zu einem Vertrauensverlust geführt, der die Erfüllung des DBB-Auftrages gefährde. Der Schritt sei auch deshalb notwendig, weil die Interessen des Verbandes im Vordergrund stünden und keine persönlichen.

Der DBB Hessen ist ein Zusammenschluss von 39 Gewerkschaften und Verbänden, die Beamt:innen und Tarifbeschäftigte vertreten. Volz ist auch Landeschef der Deutschen Steuergewerkschaft (DSTG) Hessen. Diese gehört zum DBB und ist die Interessenvertretung für etwa 7000 Mitglieder aus der Finanzverwaltung. Die FR und der HR haben im Mai und Juni etwa fragwürdige Fahrtkostenabrechnungen von Volz bei der DSTG, einen rund 10 000 Euro teuren, im DSTG-Haushalt unter „Streik-/Aktionskosten“ verbuchten Geburtstagsempfang für ihn und Widersprüche bei der Angabe von Mitgliederzahlen öffentlich gemacht. Volz wies Vorwürfe in diesem Zusammenhang intern zurück. Gegenüber der FR hat er für den heutigen Donnerstag eine Stellungnahme angekündigt.

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